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Döbeln Klinikum Döbeln macht seit zehn Jahren Herzen flott
Region Döbeln Klinikum Döbeln macht seit zehn Jahren Herzen flott
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00:36 19.09.2015
Gut gelaunt: Kardiologin Jenny Gärtner (l.) und ihr Team operierten auch gestern wieder drei Herzpatienten. In der Hand halten sie Schrittmachermodelle. Quelle: U. Reinwardt
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Somit kann seit zehn Jahren schwer herzkranken Patienten in Döbeln geholfen werden, ihre Herzleistung zu verbessern und den plötzlichen Herztod zu verhindern.

Die in Leisnig in eigener Praxis niedergelassene Internistin und Kardiologin Jenny Gärtner steht seit zehn Jahren im Klinikum Döbeln im OP und hat zwischenzeitlich knapp 1400 Herzschrittmacher eingesetzt. 2002 hatte sie sich dafür in Chemnitz das entsprechende Rüstzeug angeeignet. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus ihrer Praxis und Krankenhausmitarbeitern stand sie auch gestern Nachmittag wieder im Operationssaal des Klinikums, um drei Patienten Herzschrittmacher einzusetzen. Meist unter örtlicher Betäubung werden unter dem Schlüsselbein Venen punktiert, Elektroden darüber eingesetzt und von außen eingemessen, bevor die Kabel vernäht und das Aggregat unter der Haut versteckt festgenäht wird. Je nach Art des Aggregates halten die Batterien sieben bis 15 Jahre. "Wir implantieren hier am Klinikum sehr hochwertige Systeme mit lang haltbaren Batterien", sagt Jenny Gärtner.

Seit fünf Jahren bildet die Leisniger Ärztin mit dem kardiologischen Oberarzt Dr. Michael Kaduk am Klinikum Döbeln ein Team in Sachen Herzschrittmacher. Kaduk bereitet die Patienten vor, untersucht sie per Herzkatheder und wählt die entsprechenden Schrittmacher aus. "Es ist ein Vorteil für die Patienten in der Region, dass wir schwer Herzkranke nicht wegschicken müssen. Auch können dank der Schrittmacher oft Herztransplantationen um viele Jahre verschoben werden. Das Krankenhaus Döbeln bietet auch Dank neuer Echo-Systeme eine gute Vordiagnostik und ist mittlerweile in Sachen Herzschrittmacher in der Region etabliert. Seit wenigen Wochen trägt Jenny Gärtner auch die Zusatzbezeichnung für spezielle Rhythmologie. Damit ist sie in Kürze auch ausbildungsbefugt in Sachen Herzschrittmacher.

Gestern Abend pflegte sie gemeinsam mit Michael Kaduk den Kontakt zu den Kardiologen und Hausärzten der Region. Hausärzte, Internisten und Kardiologen hörten gestern am Klinikum Döbeln Vorträge von leitenden Oberärzten des Herzzentrums Dresden und von Chemnitzer Ärztekollegen, bei denen Jenny Gärtner einst operierte. Dabei wurde auch neuestes Wissen vom europäischen Kardiologenkongress Ende August in London ausgetauscht.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 17.09.2015

Thomas Sparrer

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