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Döbeln Klosterbucher Bahnhofsuhr ist wieder zurück und wird zum Tag des offenen Denkmals die Zeit anzeigen
Region Döbeln Klosterbucher Bahnhofsuhr ist wieder zurück und wird zum Tag des offenen Denkmals die Zeit anzeigen
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23:00 04.09.2012

Dem Glücklichen schlägt die Stunde

Klosterbucher Bahnhofsuhr ist wieder zurück und wird zum Tag des offenen Denkmals die Zeit anzeigen

Wenn er aus dem Klosterbucher Bahnhof kommt, braucht er bloß noch zu zeigen. Die Uhr, die mehr als 100 Jahre alt ist, die nicht immer die Zeit anzeigen konnte und die eine wahre Odyssee hinter sich hat, steht wieder an ihrem angestammten Ort. Zumindest fast. "Ich bin wirklich froh, dass die Uhr wieder da ist", sagt Riethig und zeigt auf seine zahlreichen Helfer, ohne die Klosterbuch nach wie vor ohne Bahnhofsuhr wäre. "Viele Freiwillige unterstützen mich. Ohne sie wäre das alles hier nicht möglich", sagt der eingefleischte Bahner und muss selber mit Hand anlegen. Der Befehl von Horst Hachenberg ist unmissverständlich und unüberhörbar. Die fein säuberlich restaurierte Uhr, die von links als auch von rechts mit einem Ziffernblatt samt Zeiger versehen ist, muss auf den Betonmasten gehievt werden. Nicht auf einen x-beliebigen Masten. Auf den originalen. "Das ist hier wirklich alles original", sagt Riethig, der nicht nur Bahner sondern auch Hobbyhistoriker aus Leidenschaft ist. Alles muss immer bis ins kleinste Detail stimmen. "Die Uhr hat viele Jahre auf dem Ostbahnhof in Döbeln gestanden", erzählt Riethig Auszüge aus der wechselvollen Geschichte. Das gute Stück sei, als der Klosterbucher Bahnhof nicht mehr gebraucht wurde, ab- und in der ehemaligen Kreisstadt wieder aufgebaut worden. "Jetzt ist wirklich wieder jedes Stück hier in Klosterbuch zurück", so Riethig. Allerdings steht der Zeitmesser nicht genau an der Stelle, wo der 1868 bei der Eröffnung des Bahnhofes aufgestellt wurde. Die Uhr prangt nicht mehr auf der gegenüberliegenden Straßenseite sondern steht jetzt unmittelbar am Bahnhof. Das hängt auch damit zusammen, dass die Uhr ihren Impuls von einer sogenannten Mutteruhr aus dem Bahnhof erhält. Dieser Takt wird mittels Kabel übertragen. "Ich gehe davon aus, dass die Uhr zum Tag des offenen Denkmals wieder die Zeit anzeigt. Und wenn das Kabel noch nicht liegt, dann müssen wir eben etwas improvisieren", sagt Riethig.

Der Klosterbucher Bahnhof ist am Sonntag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. "Ich werde da sein und die Besucher durch den Bahnhof führen", sagt Riethig. Eine richtige Einweihungsparty soll es auch noch geben. Denn schließlich müsse eine zusätzliche Tafel angebracht und enthüllt werden, auf der die vielen Helfer verewigt sind, die die Uhr in Klosterbuch wieder zum Laufen gebracht haben.

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