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Döbeln Klosterbucher Nabu-Gruppe um mehr als das Doppelte gewachsen
Region Döbeln Klosterbucher Nabu-Gruppe um mehr als das Doppelte gewachsen
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16:15 15.08.2016
Ortgruppenvorsitzende Vicky Behnisch begleitet mit den Klosterbucher Mitgliedern die Begrünung des Damms. Die Schafe dürfen abweiden. Quelle: Sven Bartsch
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Klosterbuch

Der erste Bauabschnitt des Klosterbucher Ringdeichs ist fertig, die von Elsbeth Pohl-Roux und ihrem Mann Jürgen initiierte Begrünungsaktion läuft. Das berichtet Vicky Behnisch, Vorsitzende der Klosterbucher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), die die Unternehmung begleitet. In die Erde kommt regional gewonnenes Saatgut. “Das Modellprojekt ist gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung entstanden, um die Artenvielfalt im Naturraum zu unterstützen. Dabei helfen wir mit, klären auf und bieten auch für alle Interessierten Führungen an“, erläutert Behnisch. Ausgangspunkt ist dafür immer wieder der Bauernmarkt auf dem Gelände des alten Klosters, wo auch der Nabu fortwährend mit seinem Zelt vertreten ist.

Kennenlerntreffen im Fachwerkhof

Neben dem Deich stehen beim Nabu auch noch andere Projekte im Fokus, die sich über das ganze Jahr hinweg verteilen. Das reicht von der Müllsammelaktion im Frühjahr über Führungen und Exkursionen zu verschiedenen Themen bis hin zu Pflegearbeiten und Nistkästenbau. Bisher gab es dafür rund 20 Mitglieder in der familiären Ortsgruppe Klosterbuch. Das hat sich jedoch radikal geändert. Ende letzten Jahres leierte die Landesgeschäftstelle des Nabu eine Werbeaktion für neue Mitglieder an. Mit Erfolg. Auf dem Papier konnten die Klosterbucher etwa 30 neue Mitglieder hinzugewinnen. „Die wollen wir nun endlich alle richtig begrüßen“, betont Vicky Behnisch. Deswegen organisiert sie für den 2. September um 18 Uhr ein Kennenlerntreffen auf dem Fachwerkhof Klosterbuch. Das sei vor allem für die weitere Organisation wichtig, verrät die Ortsgruppenvorsitzende. Bisher habe sie jedes Mitglied persönlich gekannt und sei um deren Expertisen im Bilde gewesen. Jetzt, da die Zahl der Mitglieder sich mehr als verdoppelt hat, sei das nicht mehr so einfach. Der persönliche Bezug fehle noch. „Auf dem Treffen im September möchte ich klären, wer neue Ideen hat, wo die jeweiligen Interessen liegen und wer sich wie engagieren möchte und an welchen Wünschen wir anknüpfen können. Ich wünsche mir, dass Leute dabei sind, die sich mit Herzblut bei uns einbringen“, so Behnisch. Die Vorsitzende betont auch den offenen Charakter des Nabus: „Es können auch alle kommen, die kein Mitglied und trotzdem interessiert sind.“

Alles kann, nichts muss

Obwohl persönliches Engagement gerne gesehen und auch erwünscht ist, ist sich Vicky Böhnisch im Klaren darüber, dass das für manche aufgrund altersbedingter Gebrechen oder sonstiger Beeinträchtigungen einfach nicht möglich sei. „Aufgaben gibt es bei uns immer, aber absolut niemand soll sich zu etwas genötigt fühlen.“ Hilfe könne die Ortsgruppenvorsitzende besonders am Stand auf dem Bauernmarkt gebrauchen. „Bis jetzt mache ich das immer alleine.“ Zudem hofft sie auf versteckte Perlen unter den neuen Mitgliedern. „Wenn jemand etwas gut kann, muss er damit nicht in seinem Garten bleiben, sondern kann es auch gerne bei uns präsentieren.“ Gleiches gelte für Naturfreunde mit besonderem Pflanzen- oder Tierwissen. Die ließen sich wunderbar in bestehende oder gar neue Wandertouren mit einbinden. „Auch wenn jemand bloß eine Stunde Zeit hat, ist mir das egal. Hauptsache, es wird etwas getan. Alles kann, nichts muss“, lacht Vicky Behnisch.

Von André Pitz

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