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Döbeln Kolben-Schau auf dem Acker
Region Döbeln Kolben-Schau auf dem Acker
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16:15 28.09.2015
Sonnengelb gereift: Lutz Skorwider (l.) und Thomas Thiele entblättern gut gelaunt die "Barula"-Maissorte auf dem Gersdorfer Versuchsfeld. Quelle: Sven Bartsch
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Lutz Skorwider, Fachberater von "Saatgut 2000" und Marion Böhme, Pflanzenbaureferentin des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, blieben gestern immer wieder stehen, um den 30 Besuchern des "24. Gersdorfer Maistags" die Eigenschaften der jeweiligen Saat nahe zu bringen.

Die Zuhörer, fast ausschließlich Erzeuger, hatten dabei die Qual der Wahl, denn Mais ist nicht gleich Mais: Die eine Sorte ist witterungsresistent, die andere enthält viel Stärke. "Milkstar" gibt überdurchschnittlich viele Körner und "Indexx" ist besonders großwüchsig. Skorwider und Böhme wussten genau Bescheid. Ziel war es, den Landwirten, die den Mais für die Rinderfütterung und Tiernahrung gewinnen, effektive Maissorten zu empfehlen, die in der Region gut wachsen und wirtschaftlichen Profit versprechen. Denn durch die niedrigen Milchpreise muss immer günstiger angebaut werden, damit die Kuh aus der gleichen Grundmenge Futter noch mehr Milch produzieren kann. Laut Thomas Thiele, Geschäftsführer der Gersdorfer Agrargenossenschaft, ginge den regionalen Erzeugern sonst bei einem zehn Cent billigeren Milchpreis im Handel jährlich 200 000 Euro flöten.

"Wir möchten regionalen Landwirten ein solides Handwerk geben, um die optimale Leistung zu erzeugen", so Skorwider. Viele der 20 Sorten, die gestern vorgestellt wurden, werden schon seit längerem auf dem Gersdorfer Feld angepflanzt, beobachtet und auf zum Beispiel Stärkegehalt und Körnerergiebigkeit geprüft. Manche sind wie "ES Carmen" brandneu, andere wie "ES Frenetic" halten sich schon wacker seit neun Jahren auf dem Acker. Sogenannte Eintagsfliegen werden sofort aussortiert, wenn sie sich in Gersdorf schlecht anpflanzen lassen. "Die Bauern brauchen ja auch Sicherheit", so Skorwider.

Ein Mais-Feld koste ganz schön viel Geld. Daher empfiehlt er, nicht ständig neue Sorten auszuprobieren, sondern zum größten Teil Konstanz in den Anbau zu bringen. Landwirt Wolfgang Gühne aus Reinsdorf ist fündig geworden. "SY Talisman" und "Mosso" gefallen ihm am besten. Die möchte er einmal ausprobieren. "Die sind noch etwas grün, noch nicht so abgereift, wie die anderen Maiskulturen", sagt er. Das passe bestens zu seinem Ernte-Rhythmus. Erst in der nächsten Woche seien seine 150 Hektar dran. "Es ist hier besser als im Katalog", lobt der Stammbesucher, "ich komme jedes Mal zum Maistag und nehme immer zahlreiche Anregungen mit," fügt er hinzu. Am Ende muss jeder Landwirt die Sorte selbst in der Praxis testen. Da tauge die beste Theorie nichts, resümiert Frank Irmscher von Syngenta.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 25.09.2015

Melanie Steitz

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