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Komische Kunden in Döbelner Läden

Komische Kunden in Döbelner Läden

Von Beschaffungskriminalität ist die Rede, wenn Menschen Straftaten begehen, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Delikte wie Taschen- und Ladendiebstahl, Einbruchsdiebstahl, Hehlerei, mitunter auch Raub und räuberischer Diebstahl haben ihr Motiv oft vor dem Hintergrund einer Drogensucht.

Vinnis Blick

Von Beschaffungskriminalität ist die Rede, wenn Menschen Straftaten begehen, um ihre Drogensucht zu finanzieren.

Delikte wie Taschen- und Ladendiebstahl, Einbruchsdiebstahl, Hehlerei, mitunter auch Raub und räuberischer Diebstahl haben ihr Motiv oft vor dem Hintergrund einer Drogensucht.

Nach Einschätzungen der Polizei gehören die meisten der sogenannten Eigentumsdelikte in Döbeln zur Beschaffungskriminalität. "Grundsätzlich ist also davon auszugehen, dass ein Großteil der Eigentumskriminalität zugleich Beschaffungskriminalität ist. Das ist in Döbeln und anderenorts so", sagt Frank Fischer, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

Laut Kriminalitätsstatistik für 2012 hat Mittelsachsen größte Probleme mit den Diebstahlsdelikten: Ladendiebstähle, Buntmetalldiebstähle und Diebstähle von beziehungsweise aus Kraftfahrzeugen sind rapide gestiegen. Das gilt auch für den Revierbereich Döbeln.

Auch die zur traurigen Berühmtheit gelangten Raubüberfälle auf Tankstellen im Sommer 2011 haben Drogensucht als Hintergrund. Der Haupttäter David F. muss sich zudem noch vor dem Amtsgericht Chemnitz verantworten, weil er Crystal in großen Mengen geschmuggelt haben soll.

In der jüngsten Zeit litten in Döbeln vor allem Rentnerinnen unter der Langfingerei. Fast täglich berichtete die Polizei über Handtaschen-Diebstähle in Einkaufsmärkten. Die Seniorinnen büßten dabei neben dem Geld auch wichtige Dokumente ein,

Wenn drogenabhängige Straftäter vor Gericht landen, können sie grundsätzlich mit milderen Strafen davonkommen. Das Gericht kann eine Drogentherapie anordnen, zum Beispiel wenn es den Betreffenden zu einer Bewährungsstrafe oder nach Jugendstrafrecht verurteilt.(diw)

 

 

 

 

 

 

 

Auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung berichtet die Frau von einem dünnen jungen Mann, der zittrig und nervös wirkt und auffällig an den Nägeln kaut. Das klingt deutlich nach den Begleiterscheinungen einer Drogenabhängigkeit. In einem anderen Laden in der Döbelner Innenstadt kauften jüngst Jugendliche eine Kleinigkeit. Die Angestellte des Geschäftes vermutet, dass die merkwürdigen Kunden damit nur in Erfahrung bringen wollten, wo die Kasse steht. "Ich habe zwei Personen wahrgenommen. Sie wirkten ziemlich unsicher und zittrig", berichtet sie. Die Befürchtung steht im Raum: Die Junkies könnten auf Beutetour gehen. Und zwar, um Bargeld oder Waren zu stehlen, die sie zu Geld machen, um sich davon neuen Stoff besorgen zu können. "Uns sind die Vorfälle mittlerweile bekannt geworden", sagt Jürgen Müller, Chef des städtischen Ordnungsamtes. Es gab nach seinen Worten auch Gespräche mit der Polizei. Die ist bemüht, mögliche Straftaten bereits im Vorfeld zu verhindern.

"Im Rahmen der Streifentätigkeit der Schutzpolizei und der Sächsischen Sicherheitswacht wird auch darauf geachtet, ob Personen möglicherweise potenzielle Tatgelegenheiten ausbaldowern. Gegebenenfalls erfolgen dann Personenkontrollen, die teils präventiv wirken, aber auch zur Ermittlung von Verdächtigen bereits begangener Straftaten beitragen können", sagt Hauptkommissar Frank Fischer, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

Angeblich habe die Polizei empfohlen, in Döbeln eine Bürgerwehr einzurichten. Das weist Frank Fischer zurück. "Die Polizei hat niemandem geraten, eine Bürgerwehr zu gründen. Allerdings gab es die Anfrage einer Geschäftsinhaberin, ob sie sich mit Pfefferspray ausrüsten solle. Sie wurde darauf hingewiesen, dass sie derartige Mittel nur in einer Notwehrsituation einsetzen darf. Vielleicht wurde hier Bürgerwehr mit Notwehr verwechselt."

Die Polizei rät, die 110 anzurufen, wenn sich verdächtige Beobachtungen häufen. "Wenn man Erkenntnisse hat, dass Straftaten vorbereitet oder bereits begangen werden oder man Hinweise auf mögliche Tatverdächtige hat, gilt weiterhin die alte Regel, umgehend die Polizei zu informieren. Sogenannte soziale Netzwerke sind dabei eher nicht hilfreich", sagt Polizeisprecher Frank Fischer.

 

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