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Döbeln Kompromiss für Großweitzschener Schuleinfahrt
Region Döbeln Kompromiss für Großweitzschener Schuleinfahrt
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00:34 08.06.2018
Der Vorplatz der Schule Großweitzschen ist seit Jahren schön gepflastert, die Einfahrt zum Gelände aber eine Holperpiste. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Großweitzschen

Die Einfahrt zum Schul- und Hortgelände wird vollständig saniert. Das beschloss der Großweitzschener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Knapp 72 000 Euro werden dafür fällig. 75 Prozent der Kosten fließen aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“, rund 18 000 Euro muss die Kommune selbst aufbringen.

Damit hat die Verwaltung gemeinsam mit Rat und Bauausschuss einen Kompromiss für das Bauvorhaben gefunden, das kurzzeitig zu scheitern drohte. Denn bei der Planung des Projekts, das die Zufahrt selbst, die Parkflächen, den Fußweg und eine Sitzecke neben dem Hort beinhaltet, war vor einem Jahr eine Gesamtsumme von rund 67 000 Euro herausgekommen. Damals war noch der grundhafte Ausbau der Straße inbegriffen gewesen.

Ernüchterung nach Ausschreibung

Nach der Ausschreibung zu Beginn dieses Jahres folgte die Ernüchterung: STI Bau Döbeln gab mit 99 000 Euro das günstigste Angebot ab und lag damit ein Drittel über den zuvor errechneten Kosten. Volle Auftragsbücher und stark gestiegene Asphaltkosten hatten den Preis nach oben getrieben.

Die erste Reaktion der Verwaltung im April war, das Projekt abzuspecken. Ohne die Straßensanierung wäre das Budget wieder einzuhalten. Das hieße, nur Parkplätze, Fußweg und Sitzecke würden erneuert. Damit wollten sich aber weder der kommissarische Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler), noch Gemeinderat und Bauausschuss anfreunden.

Projekt auf zwei Firmen aufgeteilt

Also traf man sich mit dem Planer vor Ort und entwickelte einen neuen Plan. Die Idee, die Abfräsmaschine der Firma Andrä, die in Obergoseln die Zufahrt zur B 169 bearbeitet, gleich anschließend auf die Schuleinfahrt zu setzen, konnte zwar nicht umgesetzt werden. Dennoch spielt das Leisniger Unternehmen bei der jetzigen Lösung eine Rolle: Für 11 000 Euro übernimmt Andrä das Abfräsen und neu asphaltieren der Schulzufahrt, die damit zwar nicht grundhaft, aber dennoch spürbar saniert wird.

STI Bau Döbeln übernimmt derweil den Rest des Projekts wie in der abgespeckten Version geplant – räumt der Gemeinde dabei sogar noch fünf Prozent Preisnachlass ein, so dass hier fast 61 000 Euro fällig werden.

Baustart in den Sommerferien

Baustart soll der 2. Juli, der erste Ferientag in den Sommerferien sein, damit die Arbeiten mit Beginn des neuen Schuljahrs abgeschlossen sind. Dass diesem Wunsch der Kommune entsprochen wird, stimmte die Räte bei ihrer Entscheidung milde.

Denn eigentlich waren für das Abfräsen und Asphaltieren der Schulzufahrt vom Planer nur 5000 Euro veranschlagt worden. „Die 11 000 Euro von Andrä sind gerechtfertigt. Asphalt ist extrem teuer geworden und es ist eine Mindermenge auf dem kurzen Stück Straße“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Sven Krawczyk. Damit kann der letzte Bauabschnitt auf dem Schulkomplex angegangen werden.

Von Sebastian Fink

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