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Döbeln Kontraste in Döbeln und „Alles Blume“ im Kloster Buch
Region Döbeln Kontraste in Döbeln und „Alles Blume“ im Kloster Buch
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00:26 11.04.2018
Die Künstlerin Geri Steinberg an einem ihrer Blumenbilder in Klosterbuch. Quelle: Olaf Büchel
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Döbeln/Klosterbuch

Über 50 Besucher sind Freitagabend in die kleine Galerie am Döbelner Obermarkt gekommen. An den Wänden großformatige Gemälde. Sanfte Pastelltöne neben kräftigen Farben. Nicht weit davon kleine Radierungen. Bilder, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können.

Verschiedene Techniken und doch Harmonie

„Kontraste“ lautet auch der Titel der neuen Ausstellung, die eröffnet wird. Olga Scheck (52) aus Döbeln hat zur Vernissage eingeladen. „Erst einmal möchte ich mich bei euch allen bedanken, weil diese Galerie seit drei Jahren existiert. Ohne eure Unterstützung wäre das nicht möglich“, sagt Olga Scheck zu Beginn. Und zur Ausstellung: „Lassen sie sich vom Kontrast und dem Aufeinandertreffen feiner Linien mit kraftvoll gesetzten Farben und kühnen Pinselstrichen beeindrucken. Wir nutzen unterschiedliche Techniken, haben aber versucht, dass sie miteinander harmonieren.“

Italienische Miniaturen

Wir – denn an dieser Ausstellung beteiligt sich auch der Grafiker Ralf Schneider (54) aus Geringswalde. Der Brückenbauingenieur steuert eine Auswahl an Radierungen bei. „Radieren ist eine grafische Tiefdrucktechnik – ähnlich wie der Kupferstich. Doch da werden die Vertiefungen durch Säure in die Kupferplatten geätzt.“ So entstand auch die Reihe „Italienische Miniaturen“. Ein Blick auf die Ponte Vecchio in Florenz ist neben beeindruckenden Landschaftsbildern zu sehen. Schneider: „Für alle diese Stiche gibt es Vorlagen, die ich allerdings sehr frei bearbeite.“

Zufriedene Künstlerin

Die gelungene Vernissage stimmt Olga Scheck glücklich: „Gott sei Dank war die Galerie heute so voll. Es freut mich, dass die Leute immer wieder gern kommen.“

Blumen, Blumen, Blumen

Sehr gut besucht war auch die Eröffnung der ersten Ausstellung des Jahres im Kapitelhaus von Kloster Buch am Sonntagnachmittag. „Alles Blume“, so der Titel der Schau, für die die Dobernitzer Malerin Geri Steinberg etwa 40 Bilder verschiedener Kunst-Techniken zusammengestellt hat. Da hängen farbenfrohe Aquarelle an der Wand, dort ein Filzstiftbild oder eine aufwendige Wachskreide-Malerei auf einer Staffelei.

In Paraguay studiert

„Ich mag auch Porträts sehr gern, aber diesmal lasse ich ausschließlich Blumen sprechen“, sagt die gelernte Kartografin, Jahrgang 1941, die ihre ersten künstlerischen Schritte bei der Dachauer „Moosmalerin“ Paula Wimmer unternahm. Elf Jahre lang lebte sie in Paraguay, wo Steinberg die traditionelle und moderne Malerei des südamerikanischen Landes studieren konnte.

Wunschlied für die Künstlerin

Seit 1991 in Sachsen, hat Geri Steinberg auch schon mal im Kloster Buch ausgestellt, woran Sabine Patzelt vom Förderverein des Klosters erinnerte. Patzelt freute sich, dass so viele Kunstinteressierte gekommen waren und auch darüber, dass eine Vernissage im Kapitelhaus zum ersten Mal überhaupt musikalisch begleitet werden konnte. „Der Förderverein stellt jetzt dafür die finanziellen Mittel bereit“, erklärte sie. Es musizierte das Duo Expressivo aus Leisnig und erfüllte mit dem „Heidenröslein“ sogar einen Volkslied-Wunsch von Geri Steinberg.

Blumen gehen auch grau-schwarz

Ihre Blumenbilder stammen aus mehreren Jahrzehnten, also vielen Schaffens-Perioden. Auf eines weist sie besonders gern hin: graue, ausgeschnittene Pappblumen auf schwarzem Grund. „Auch ganz und gar ohne Farben lassen sich Blumen darstellen.“

Von Olaf Büchel

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