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Döbeln Kosten für Feuerwehrentschädigung niedriger als gedacht
Region Döbeln Kosten für Feuerwehrentschädigung niedriger als gedacht
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19:00 20.10.2016
Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat sich für die Entschädigung der Feuerwehrleute ausgesprochen. Quelle: Natasha Allner (Archiv)
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Ostrau

Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat seine Ankündigung aus der Gemeinderatssitzung im September wahr gemacht und schon in der folgenden Zusammenkunft in dieser Woche die möglichen Kosten einer Entschädigung der Ostrauer Feuerwehrleute von zehn Euro pro Einsatzstunde präsentiert. Das Ergebnis war positiv überraschend: Denn einerseits liegt die Zahl der Einsatzstunden deutlich unter dem, was erwartet wurde. Andererseits übersteigen die Einnahmen durch Abrechnung von Einsatzkosten bei den Verursachern die möglichen Kosten bei weitem. Eine Entscheidung über die Zahlung steht allerdings noch aus.

Passenderweise im Feuerwehrgerätehaus Ostrau traten die Gemeinderäte zu ihrer jüngsten Sitzung zusammen „Damit haben wir unser Versprechen erfüllt, im Jahr 2016 alle vier Ortswehren zu besuchen“, sagte Schilling, nachdem zuletzt Rittmitz, Schrebitz und Noschkowitz an der Reihe gewesen waren.

In einer Übersicht ließ der Bürgermeister die Zahl der Einsatzstunden der vergangenen drei Jahre an die Wand werfen. Allein beim Blick auf das Jahr 2013 hätte den Gemeinderäten schwindelig werden können. Denn hier hatten sich 2156,5 Stunden angehäuft, wodurch der Gemeinde Kosten von 21 565 Euro für die Entschädigung an die Kameraden entstanden wären. Allerdings konnte Schilling schnell beruhigen, denn wie sich herausstellte, war die Vielzahl an Stunden hauptsächlich dem Großbrand der Milchviehanlage der Ostrauer Agrar AG in Döschütz damals geschuldet. In „normalen“ Jahren liegt die Zahl fast um das Zehnfache niedriger. 2014 fielen 259,4 und im vergangenen Jahr 322,5 Stunden an – für die Verwaltung eine Überraschung. „Ich hätte gedacht, die Kosten liegen im fünfstelligen Bereich“, meinte Schilling.

Zwar müsse man davon ausgehen, dass bei einer Entscheidung pro Entschädigungszahlung die Einsatzbereitschaft der Kameraden und damit auch die Stundenanzahl steigt, allerdings könne eine Vielzahl von Einsätzen abgerechnet werden, darunter Verkehrsunfälle, Fehlalarme oder die Beseitigung von Ölspuren. Allein 2015 stellte die Verwaltung Rechnungen in Höhe von knapp 15 000 Euro. Auch wenn davon noch Einiges offen ist, hätte es bereits problemlos ausgereicht, die Einsatzstunden zu vergüten. Schilling würde dies aber auch in einem Extremjahr wie 2013 tun.

Die Diskussion darüber wurde in den nichtöffentlichen Teil verlegt. „Die Gemeinderäte sollen in ihrer Entscheidung nicht durch öffentlichen Druck beeinflusst werden“, sagte Schilling. Zur nächsten Sitzung könnte ein Beschluss folgen, der ab 2017 umgesetzt wird.

Von Sebastian Fink

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