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Döbeln Kostenintensiver Kanalbau in Hartha
Region Döbeln Kostenintensiver Kanalbau in Hartha
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12:57 11.03.2018
Kanalbau in Hartha. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Der letzte Bauabschnitt des Mischwasserkanals in der August-Bebel-Straße in Hartha steht an – wenn eine finanzielle Lösung gefunden wird.

Die Ausschreibung für den Abschnitt von der Sonnenstraße bis zur Pestalozzistraße war schon längst getätigt. Sie wurde jedoch wieder aufgehoben. „Es war zu teuer geworden. Die Kostenschätzung für die Baumaßnahme lag bei 700 000 bis 800 000 Euro. Bei den Angeboten kam fast das doppelte raus“, sagt Reiner Müller Leiter für Technik und Investitionen vom Abwasserzweckverband „Untere Zschopau“.

Baupreise steigen an

Das Projekt muss nun neu ausgeschrieben werden. Das Vorhaben wird noch in diesem Jahr umgesetzt, damit es mit dem Bau im Frühjahr des nächsten Jahres losgehen kann. Das ganze Problem liegt an der allgemeinen Baupreisentwicklung. „Baupreise kennen nur eine Richtung – steil nach oben“, erklärt Müller. Die Auftragslage der Baubetriebe ist gut und die Preise gehen immer weiter nach oben. „Wir hoffen, dass wir ein besseres Ergebnis erzielen, wenn wir nach dem Winter noch einmal ausschreiben.“ Momentan geht der AZV von einer Summe von einer Million Euro aus.

Der Mischwasserkanal wird in Hartha verlegt, um das Schmutzwasser aus dem Flemmingener Bach auszubinden. Die Arbeiten werden unter Vollsperrungen des Straßenabschnitts erfolgen. Auch die einzelnen Grundstücke sind betroffen, Entwässerungsleitungen müssen für den Kanal umgebaut werden, weil diese an den Flemmingener Bach angeschlossen sind. „Der Mischwasserkanal in Hartha ist ein langwieriges und aufwendiges Projekt“, sagt Müller. Er geht von sieben bis acht Monaten Bauzeit aus.

Kläranlage soll auch saniert werden

Nach dem Bau des Kanals soll außerdem der Flemmingener Bach, welcher noch aus dem Jahr 1890 stammt, rundum saniert werden, da dieser baufällig ist. Der AZV rechnet damit, dass dieses Vorhaben im vierten Quartal 2018 umgesetzt werden kann.

Ein weiteres Projekt für die kommende Zeit ist laut Müller die Sanierung der Kläranlage in Hartha. Momentan läuft die Ausschreibung für die Erweiterung des Regenüberlaufbeckens. Das Projekt soll im März umgesetzt werden. Müller rechnet mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Von Maria Sandig

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