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Döbeln Kraftfahrer bei Rossau beschossen
Region Döbeln Kraftfahrer bei Rossau beschossen
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23:00 03.09.2012

Der Kraftfahrer saß wartend im Fahrerhaus seines Lasters MAN, als es auf dem Parkplatz in der Talstraße am Ortseingang passierte: gegen 17.15 Uhr splitterte unvermittelt die Scheibe der Beifahrertür. Durch die Splitter wurde der Mann am Arm verletzt, eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig.

Der 44-jährige, bei dem es sich um einen Lkw-Fahrer aus der Region handelt, rief über den Notruf die Polizei. Die Beamten fanden neben dem Fahrzeug eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von acht Millimetern - einem typischen Schusswaffenkaliber.

Ob die Kugel aus einer Waffe abgefeuert wurde und wenn ja, aus was für einer, das konnte die Polizei gestern noch nicht beantworten. "Das ist die große Frage. Im Prinzip kommt alles in Betracht, womit eine solche Kugel verschossen werden kann", sagte Frank Fischer, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Der Kriminaldienst des Mittweidaer Reviers ermittelt dazu und versucht, weitere Frage zu klären - die nach dem Täter und nach dem Motiv. Dazu Fischer: "Bislang gibt es keinerlei Hintergründe zu dem Fall. Zurzeit sieht es so aus, als wäre das Ganze ein Zufallstreffer gewesen."

Immerhin einen Anhaltspunkt gibt es: Als die Scheibe splitterte, soll aus Richtung Zschopauwehr kommend ein silbergrauer Skoda Octavia an dem Laster vorbei gefahren sein. Dessen Fahrer soll einen Arm aus dem Fenster gestreckt haben. Der betroffene Lkw-Fahrer lief nach der Tat zum Wehr und befragte Personen, die sich dort aufhielten. Diese bestätigten, einen solchen Skoda mit Chemnitzer Kennzeichen (C) gesehen zu haben. Zum Auto gehörte ein Mann mit auffälligen Rastalocken. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer kennt eine Person, auf die die Haarbeschreibung passt und die einen silbergrauen Oktavia nutzt?

Zerstörungen von Glasscheiben mit Stahlkugeln sind nicht neu in Mittelsachsen. Bisher waren aber nie Personen verletzt worden. Im vorigen Sommer gingen im Raum Frankenberg-Flöha-Oederan zahlreiche Scheiben von Gebäuden, Bushaltestellen und Autos zu Bruch. In diesen Fällen hatte die Polizei ebenfalls Stahlkugeln gefunden, allerdings nur vier bis fünf Millimeter große. Eine ins Leben gerufene Soko "Glas" vermeldete im November einen Teilerfolg: zwei junge Männer aus den Altkreisen Mittweida und Freiberg wurden ermittelt, die vermutlich einige der Taten begangen haben. Ob möglicherweise ein Zusammenhang zum aktuellen Fall besteht, muss untersucht werden.

Olaf Büchel

Polizeirevier Mittweida, Telefon 03727/ 98 00

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