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Döbeln Kreis steigt aus Familienberatung der Diakonie Döbeln aus
Region Döbeln Kreis steigt aus Familienberatung der Diakonie Döbeln aus
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20:04 12.12.2013

Mit dieser Entscheidung ist die Finanzierung der Beratungsstelle und ein weiteres Betreiben in der bisherigen Form nicht mehr möglich. Die Geschäftsführung der Diakonie Döbeln hat intensiv nach Möglichkeiten gesucht, wenigstens einen Teil dieses Beratungsangebotes zu erhalten, teilte Geschäftsführer Thomas Richter gestern mit. Nach Absprachen mit dem Land Sachsen und der Diakonie Sachsen wird die Beratungsarbeit der Ehe-, Familien und Lebensberatung auf 20 Stunden wöchentlich verkürzt. Zudem "kann diese Beratung nicht mehr kostenfrei angeboten werden", so Richter. Ab 1. Januar wird für jedes Erstgespräch eine Gebühr in Höhe von drei beziehungsweise fünf Euro fällig. Die Gebühren für weitere Gespräche orientieren sich an der Höhe des Einkommens der Ratsuchenden, hieß es in einer Mitteilung. Es werden sich auch die Wartezeiten auf einen Beratungstermin verlängern. Mediation für hochstrittige Paare, die vom Gericht eine Beratungsempfehlung erhalten, wird auch künftig weiterhin angeboten. Beratungsvermittlungen vom Jugendamt und vom Kommunalen Jobcenter kann die Diakonie ab 2014 aufgrund der beschriebenen Situation nicht mehr bearbeiten. Terminvergaben für die Außensprechstunden in Leisnig und Waldheim sind weiterhin möglich. Die offenen Sprechzeiten fallen ab dem kommenden Jahr weg.

"Wir sind uns bewusst, dass dies ein einschneidender Schritt ist. Aber als Träger dieser Beratungsstelle sind wir ohne Förderung durch den Landkreis zu dieser Maßnahme gezwungen. Trotzdem freuen wir uns, auch im Jahr 2014 dieses Angebot für die Bürger unseres Landkreises wenigstens zum Teil aufrechterhalten zu können", erklärte der Geschäftsführer. Seit 1991 hat die Diakonie Döbeln für Ratsuchende eine Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle nach dem Sozialgesetzbuch betrieben, die von Betroffenen kostenlos in Anspruch genommen wurde. Jährlich nutzten das im Durchschnitt 300 Klienten. Finanziert wurde die Arbeit vom Landkreis Mittelsachsen (45 Prozent), vom Freistaat Sachsen (25 Prozent), aus Kirchensteuermitteln (20 Prozent) und zehn Prozent Eigenmittel der Diakonie Döbeln.

Thomas Lieb

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