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Kreisoberligisten Ostrau: Aufgetaucht, verstärkt - bereit für die neue Saison

Kreisoberligisten Ostrau: Aufgetaucht, verstärkt - bereit für die neue Saison

Nicht alle haben es pünktlich aus dem Bett geschafft an diesem Sonntagmorgen. Dabei ist die Wassereinheit im Rahmen des Trainingslagers für alle Fußballer des SV Ostrau 90 Pflicht.

Döbeln/Ostrau.

 

 

 

 

Birgit Volkmann steht am Rand des tiefen Schwimmbeckens und zeigt den Jungs, was sie im Wasser tun sollen. Matthias Donath und Mannschaftsleiter Steffen Volkmann sind quasi die Kontrollinstanz: "Hey, ordentlich mitmachen!" Schon seit fünf Jahren sind die Ostrauer Kicker im Rahmen ihrer Saisonvorbereitung einmal im Sommer und auch im Winter im Döbelner Stadtbad anzutreffen. "Die Stadtwerke sponsern uns das."

Der Schwimmbadbesuch bildet eine Art Übergang - aus dem lauf- und kraftintensiven Training hinein in die direkte Spielvorbereitung. Schon am Sonnabendvormittag wurde trainiert, auf dem Platz in Ostrau. Der Krafteinheit in Verbindung mit dem Ball folgte am Nachmittag der Test in Zschaitz, den die Kreisoberligisten mit 2:1 gewannen. Für Matthias Donath ist das Ergebnis allerdings zweitrangig. Wichtiger für den 34-jährigen Coach der jungen Männer ist, dass alle 16 Leute, die da waren, gespielt haben. "Die Jungs sollen sich bewegen und Spaß haben."

Der Spaß am Fußball und am Spiel ist in Ostrau definitiv zurückgekehrt. Nach einer ernüchternden Hinrunde, in der aufgrund zahlreicher Verletzungen nichts zusammenlief, hat sich die Mannschaft in der Rückrunde selbst rehabilitiert. "Unser Kader war qualitativ zu klein, zu manchen Spielen sind wir mit elf Leuten gefahren", erinnert sich Matthias Donath. Doch die Truppe hat zusammengehalten - ein aus Sicht des Trainers deutlicher Trend, der anhält. "Auch wenn wir keine Chance hatten, Punkte zu holen, wir haben uns nie abschießen lassen."

Vorbereitungen seit anderthalb Jahren

Die zweite Hälfte der Saison lief deutlich besser. Nicht nur, weil die Verletzten kuriert waren. Auch, weil es drei Rückkehrer gab. Mit Buhrig, Lausmann und Krischke hatte man in Ostrau plötzlich wieder ein paar Alternativen mehr, konnte auch mal ein paar Spiele in Folge mit ein und derselben Aufstellung antreten. Und Spiele wie das gegen Regis-Breitingen gewinnen.

Nach dem Klassenerhalt geht man in Ostrau mit einer klaren Zielstellung in die neue Saison. "Ich möchte mit dem besten Tabellenplatz unter den Teams des Altkreises Döbeln abschneiden", sagt Donath. Also: Vor Roßwein, Hartha und dem ESV Lok Döbeln landen. Das ist nicht einfach so dahin gesagt. Seit anderthalb Jahren bereiten die Ostrauer den Aufschwung vor. Sieben neue Spieler sind aus dem näheren Umfeld geholt worden. Das geht nicht von heute auf morgen. "Bei uns gibt es kein Geld. Man muss Spieler finden, die sich mit dem Verein identifizieren können und wollen." Das scheint gelungen. Mit Tom Bose und Lukas Bauer haben die Ostrauer zwei junge Männer aus dem Nachwuchsbereich gewonnen, aus Kiebitz sind Lars Iltzsche und Felix Riedel gekommen. "Damit sind wir in der Breite schon wieder ganz gut aufgestellt." Mit Toni Meyer aus Roßwein hat der SVO einen erfahrenen Kreisoberligaspieler gewonnen, Torhüter Falk Sauer ist vom FSV Oschatz zurück nach Ostrau gekommen, genauso wie Silvio Tänzer aus Stauchitz. Dem gegenüber steht ein einziger Abgang aus beruflichen Gründen: Titus Schmidt. "Wir bauen auf eigene Leute, die Spaß am Fußball haben."

Derby gegen Roßwein zum Saisonstart

Aus aktuell 25 Spielern kann Matthias Donath nun seinen Kader bilden. Nicht alle werden es in die erste Mannschaft schaffen. 20 Spieler sind es, mit denen der Trainer eine Woche vor Punktspielbeginn das Kreisoberligateam bilden wird. "Der gesunde Konkurrenzkampf ist der Entwicklung förderlich, die Trainingsbeteiligung war zuletzt immer gut. Und auch, wer es jetzt noch nicht in die erste Mannschaft schafft - jeder kann sich immer wieder über seine Leistungen auch in der Zweiten empfehlen", sagt auch Steffen Volkmann, der seit zwei Jahren Mannschaftsleiter der Ostrauer ist und sich gemeinsam mit seiner Frau um viele organisatorische Belange kümmert.

Die beiden Männer blicken zuversichtlich in die neue Saison. Die Mannschaft ist immer noch recht jung, die meisten aber spielen schon seit drei, vier Jahren zusammen. Mittlerweile haben sie das von Matthias Donath trainierte Spielsystem "ganz gut verinnerlicht". Wichtig sei, dass der Einstieg in die Saison gelingt. "Wenn man von Anfang an hinten drin steht, wie wir letzte Saison, dann ist es einfach total schwer, wieder da rauszukommen." Und das soll nicht noch einmal passieren. Das erste Spiel der Saison wird übrigens gleich ein ganz besonderes: Die Ostrauer empfangen den Roßweiner SV zum Derby... Manuela Engelmann

Matthias Donath, Trainer SV Ostrau 90: Ich möchte mit der Mannschaft als bestes Team aus dem Altkreis Döbeln abschneiden. Also vor Roßwein, Hartha und Lok Döbeln stehen.

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