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Döbeln Kriebstein ist bald dicht - Eiscafé hat trotzdem auf
Region Döbeln Kriebstein ist bald dicht - Eiscafé hat trotzdem auf
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17:02 21.02.2018
Auf der Kreisstraße 8215 in Kriebstein fahren bald nur noch die Baufahrzeuge der Firma Walter Straßenbau. Foto: Sven Bartsch Quelle: picture alliance / dpa
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Kriebstein

In Kriebstein betätigen sich bald die Straßenbauer als Müllwerker. Denn am 13. März startet der Straßenbau in Kriebstein. Dann ist die Kreisstraße 8215 für ein reichliches Jahr voll gesperrt und auch für die Müllabfuhr nur beschränkt befahrbar. Anwohner kommen außerhalb der Arbeitszeiten der Straßenbauer mit den Autos zu ihren Grundstücken. Die Veranstaltungen an der Talsperre und auf der Seebühne gehen wie geplant über die Bühne. Auch das Eiscafé Kriebstein und die Gaststätten an der Talsperre haben geöffnet. Allerdings müssen die Besucher über die Umleitung fahren. Diese führt über Mittweida und Beerwalde quasi von oben an den zentralen Talsperrenparkplatz. Aus Richtung Döbeln fährt man am Besten über Hartha-Kreuz und Geringswalde an die Talsperre.

Vom Strom bis Abwasser

„Ab 20. März beginnen wir die alte Straßendecke in der Ortslage abzutragen und wir steigen in den Kanalbau ab Höhe Feuerlöschteich ein“, informierte Gerd Effner, Bauleiter der Walter Straßenbau GmbH aus Etzdorf, die den Straßenbau betreibt. Weil der Burgberg als Zufahrt für die Laster gebraucht wird, ist auch dieser gesperrt. Gerd Effner stellte sich jüngst in Höfchen den Fragen der Anwohner und informierte über das umfangreiche Bauvorhaben, für das die Bürger sehr lange gekämpft haben. Und eine Frage lautete: Was wird mit der Müllabfuhr? Ganz einfach: „Unsere Mitarbeiter schaffen die Tonnen zum zentralen Sammelpunkt, wo sie die Müllabfuhr abholt. Beschriften aber Sie bitte Ihre Mülltonnen, damit wir sie zuordnen können.“

Beim Straßenbau kommt gleich alles mit unter die Erde, was unter die Erde muss: Abwasser, Trinkwasser, Strom. Die Mitnetz Strom baut ihre Freileitungen ab und verlegt diese als Erdkabel. Diese Niederspannungsleitungen führen Strom mit einer Spannung von 380 Volt in die Haushalte. Bei diesem Punkt gab es Gemurre, weil auf die Anwohner Kosten zukommen. Manche hatten ihre Häuser renoviert und waren davon ausgegangen, dass die Freileitungen bleiben. Jetzt müssen sie die Hausanschlusskästen nach unter verlegen. „Ich bin zwar keine Technikerin, aber es muss doch möglich sein, ein Kabel außen an der Hauswand zum Anschlusskasten hochzuziehen“, griff Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) in die Debatte zwischen dem Mitnetz-Mann und den Bürgern ein. Der Mann vom Stromversorger meinte daraufhin, dass dies möglich sei.

Froh sein, dass endlich losgeht

Die Mädels vom Eiscafé Kriebstein wollten wissen, ob ihr Liefer-Lkw, ein Siebeneinhalbtonner, noch über den Burgberg kommt. Ja, das sei mit Ausnahmegenehmigung möglich, sagte Gerd Effner, allerdings nur bis zur Buswendestelle. Der Straßenbauer gab aber die klare Ansage, dass er außer dieser Ausnahmen, zu der auch Rettungswagen und die Post gehören, während der Arbeitszeit von 7 bis 18 Uhr keinen Verkehr in der Baustelle zulassen kann. „Sonst bauen wir nicht ein Jahr, sondern vier.“ Er musste dies gebetsmühlenartig wiederholen, weil aus den Kreisen der Kleingärtner fast schon penetrante Fragen kamen, die alle die Forderung implizierten, dass die Laubenpieper ja schließlich bis vor ihre Gärten fahren müssen. Auf dem zentralen Parkplatz der Talsperre wird es keine Ausnahmen geben, nicht mal für Kleingärtner. „Wir müssen 23 Veranstaltungen absichern und brauchen die Parkplätze“, sagte Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre.

„Wir haben uns als Bürgerinitiative den Arsch aufgerissen für die Straße. Wir können froh sein, dass es jetzt endlich losgeht“, sagte der Höfchener Michael Eckart mit Blick auf den Unmut, den einige der rund 50 Anwohner in die Einwohnerversammlung getragen hatten.

Von Dirk Wurzel

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