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Döbeln Kultur- und Sportbetrieb Hartha: Große Ausgaben belasten die Bilanz
Region Döbeln Kultur- und Sportbetrieb Hartha: Große Ausgaben belasten die Bilanz
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00:43 17.09.2015
So sah die Turnhalle der Pestalozzi-Schule vor der Sanierung aus. Jetzt hat sie ein neue Dach, und dazu steuerte der Eigenbetrieb 60 000 Euro bei. Quelle: (Archiv) S. Bartsch
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Das Dach kostet insgesamt 110 000 Euro, wobei die rund 60 000 Euro wiederum den Eigenanteil darstellen. Ein großer Teil der Kosten floss aus Fördermitteln.

In der jüngsten Ratssitzung von Hartha gibt der Jahresabschluss für 2014 einstimmig durch. Betriebsleiter Günter Roßberg ist demnach entlastet, wobei die Ratsmitglieder offenbar keinen Anlass zur Nachfrage hatten. Sie kannten den Jahresabschluss auch schon aus einer Verwaltungsausschusssitzung. Irritationen gab es dennoch, denn die rund 60 000 Euro waren aus buchhalterischen Gründen als Minus ausgewiesen. Es war als solches auch im Jahresabschluss benannt.

"Das hätte ich gern in der Ratssitzung den anwesenden Bürgern erläutert", sagt Roßberg. Wegen des Jahresabschlusses war er zur Ratssitzung eingeladen. Roßberg: "Aus dieser Sicht des Rates verstehe ich, warum niemand nachfragte." Seit Jahren habe erstmals ein Jahresabschluss vorgelegen mit einem Minus. Doch: Auf die Nachfrage vom Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos), ob es noch Fragen geben, schaltete keins der Ratsmitglieder. Bürger dürfen von alleine bei laufender Sitzung nicht reinfragen. Für den Kultur- und Sportbetrieb war 2014 ein gutes Jahr, einerseits wegen der besagten zwei Investitionen. Anderseits ist es gelungen, die Bibliothek mit in den Reigen der vom Kultur- und Sportbetrieb betreuten Institutionen einzugliedern. Das hat den Jahresetat des Eigenbetriebs um 130 000 Euro vergrößert. Das Haushaltsvolumen des Eigenbetriebes wuchs damit auf 813 000 Euro an. Dieses Geld, das der Eigenbetrieb innerhalb eines Jahres bewegt, stammt zum großen Teil aus einem Zuschuss von der Stadt, in Höhe von 390 000 Euro. Aus dem kommunalen Haushalt fließt dieser Zuschuss für den Betrieb der einzelnen Institutionen wie eben Bibliothek, aber auch Stadion Wiesenstraße, alle Turnhallen, die Finanzierung aller Brunnen- und sonstiger Feste wie Weihnachtsmarkt. Allein für diesen Sektor stehen rund 40 000 Euro im Etat. Größte Erlösquelle des Eigenbetriebs ist nach Roßbergs Worten der Schulsport. Die Stadt zahlt für den Sport der Ober- und Grundschüler, der Landkreis für den der Gymnasiasten. Die Hartharena als Veranstaltungsstätte zu nutzen, sei nunmehr oder weniger ein Zubrot, was sich der Sportbetrieb auch maximal an Wochenenden ohne anderweitige Belegung leisten könne. Für den Harthaer Kultur- und Sportbetrieb arbeitet Roßberg bereits am Jahresplan für 2016.

© Kommentar

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 15.09.2015

Robak, Steffi

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