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Kurswechsel beim VfB Leisnig

Kurswechsel beim VfB Leisnig

Kurswechsel in der Bergstadt: Der VfB Leisnig wählte vor wenigen Tagen einen neu aufgestellten Vorstand. Stühle wurden gerückt, Positionen nach besten Fähigkeiten getauscht und ein neues Gesicht hat Einzug gehalten.

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Quelle: sj

Jörg Lippert übernimmt ab sofort die Geschicke des Vereins an der Spitze. Der 51-Jährige wurde zum neuen Präsidenten gewählt. René Vettermann, der die Stelle bisher inne hatte, kann sich damit voll und ganz auf seinen Job als Schatzmeister konzentrieren. Thomas Schulze agiert künftig als Vizepräsident, Olaf Kloss als Jugendwart. Ralf Herrmann, Frank Lohse, Lothar Köpping und Robert Kühn sind weitere Mitglieder im Vorstand.

 

Den Posten als Präsident übernahm Jörg Lippert nicht ohne Visionen. Zwei Problemfelder hat sich der Leisniger auf die Fahne geschrieben: Marketing und Sponsoring. Beides hat unmittelbar mit der Außenwirkung des VfB Leisnig zu tun. "Ich erinnere mich an Zeiten, da war der VfB Leisnig absolut präsent in den Köpfen der Leisniger. In der jüngsten Vergangenheit habe ich persönlich nicht mehr all zu viel davon bemerkt. Das muss sich was ändern", sagt der 51-Jährige. Er selbst hat mit Fußball eigentlich wenig am Hut. "Ich habe mich bisher nicht wirklich für Fußball interessiert, gespielt habe ich ihn auch nicht. Aber ich bin ein sportbegeisterter Mensch, spiele selber Volleyball. Und jemand, der von außen auf die Sache schaut, kann manche Sachverhalte differenzierter wahrnehmen." Innerhalb des Vereins zeigte man sich begeistert von der neuen Entwicklung. "Ich habe mich den Vereinsmitgliedern vorgestellt und meine Vorstellungen geäußert. Erste positive Resonanzen habe ich schon bekommen."

 

Zum VfB Leisnig kam Jörg Lippert durch Vorstandsmitglied Ralf Herrmann. Beim Leisniger Karneval - Lippert und seine Frau waren in dieser Saison das Prinzenpaar - wurde Herrmann auf ihn aufmerksam. "Er merkte, dass ich mich für Leisnig gern engagieren möchte. Beim VfB sah er eine Möglichkeit." Die Entscheidung, das Amt des Präsidenten zu übernehmen, fiel Jörg Lippert leicht. "Ich glaube, ich kann dem Verein mit meinen Stärken zu neuem Aufwind verhelfen." Dabei differenziert er zwischen seinen Möglichkeiten, den Verein in seiner Außenwirkung zu stärken und den Leisniger Fußball sportlich voran zu bringen. "Letzteres liegt nicht in meinem Aufgabenbereich. Aber eins ist Fakt: Wirtschaftlichen Erfolg können wir nur mit sportlichem Erfolg erzielen." Damit spricht Jörg Lippert seine zweite "Baustelle" an: Sponsoren finden, um dem Verein finanziell Stabilität zu verschaffen. "Ohne Geld läuft es nicht. Oder sagen wir so: Mit finanziellen Mitteln lässt es sich leichter und besser leben."

 

Den Anfang macht der Präsident mit der Präsenz des VfB Leisnig in den sozialen Netzwerken. "Die Facebook-Seite des Vereins war quasi ausgestorben. Ich will sie wiederbeleben", so der Leisniger. Die Methoden sind dabei genauso simpel wie effektiv. "Hier mal ein Foto von einem Spiel, dort mal ein Spielbericht. Es gibt doch nichts schöneres, als kleine Fußballer, die dem Papa oder der Mama zu Hause ganz stolz ein Foto zeigen, auf dem sie auf dem Spielfeld stehen."

 

Für Jörg Lippert ist klar, auf die vielen Worte müssen jetzt Taten folgen. "Nicht nur reden, sondern auch machen. Das habe ich auch meinen Vereinskollegen ans Herz gelegt." Mit Training und Ehrgeiz ist viel zu schaffen, ist er sich sicher. Dass sich bei der Herrenmannschaft des VfB Leisnig in Zukunft einiges tun muss und wird, ist allen Beteiligten klar. Maßnahmen wurden dahingehend schon getroffen. Ab der kommenden Saison wird es einen neuen Trainer geben. Am 16. Juli findet das erste gemeinsame Training statt. Wer dahinter steckt, will der Verein erst dann bekannt geben. "Früher fürchteten sich andere Vereine vor den Leisniger Fußballern. Dort müssen wir wieder hin", stellt Jörg Lippert augenzwinkernd klar.

Stephanie Jankowski

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