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Döbeln Lämmer und Geschichte hautnah: Burg Mildenstein ist auch zu Ostern gefragt
Region Döbeln Lämmer und Geschichte hautnah: Burg Mildenstein ist auch zu Ostern gefragt
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00:27 05.04.2018
Attraktion selbst für kleine Könige: Die Lämmer von Bärbel Fiedler konnten zu Ostern gestreichelt werden. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Leisnig

„Kann ich Tina auch auf den Schoß nehmen?“, die Augen der 7-jährigen Laura blickten extra groß auf Bärbel Fiedler. „Ja, natürlich“, enttäuschte die das Mädchen nicht. Tina und ihr Zwillingsbruder Timmy seien zwar nur ein paar Tage alt, aber wie ihre Mutter, ein ausgewachsenes Coburger Fuchsschaf, bereits erfahren mit Menschen.

Angebote für Groß und Klein

Das Osterlammstreicheln von Familie Fiedler aus Bockelwitz war nur ein Angebot, das am Osterwochenende auf Burg Mildenstein lockte. So spielte das Theater im Globus aus Leipzig etwa Märchen. Auf die Spuren der Burgherren konnten sich hingegen die Größeren begeben.

Familientour mit gestandenem Ritter

Ritter Ohneland erwartete Besucher in der Burgkapelle, um sie – wie früher üblich – erst einmal geschlechtlich zu trennen: Die Frauen links, die Männer rechts. Verbal durchaus derber als heute wies er die Leute an, die „Pfoten“ aus den „Wamsbeuteln“ zu nehmen und die „Kappen“ vom Kopf. Ein „Sie haben doch selbst eine auf!“-Protest half da wenig: „Ich bin Reichsritter! Das haben wir jetzt geklärt“, wies er brüsk auf seinen höheren Stand hin. So wie der Adel beim Gebet zusammen bleiben durfte, waren ihm auch Pelze oder die Kopfbedeckung vorbehalten.

Unterhaltsamer Trip in die Vergangenheit

Eine Zeitreise begann, die sich in der Schwarzküche fortsetzte. Warum die andernorts auch Rauchküche genannt wird, war klar, nachdem der Ritter – inzwischen zum Koch avanciert – Feuer entfacht hatte. Wie dort Eintöpfe für 400 Personen köchelten, während Männer Holz und Wasser heranschleppten, war für die Teilnehmer der Familienführung gut vorstellbar.

Wissen kurzweilig vermittelt

Ebenso wie sie Fragen zur Herkunft der sakralen Kunstgegenstände oder zu seinem Gewand vom Ritter, der gewitzt hinter seinen „Augenfenstern“ hervorlugte, beantwortet bekamen: „Die Frage nach den Schuhen kommt immer“, so Ohneland, der einst als gelernter Werkzeugmacher für Restaurierungsarbeiten nach Mildenstein kam und als Ritter mit Schnabelschuhen als für museumspädagogische Führungen blieb.

Von Manuel Niemann

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