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Lärmbelästigung stört Anwohner: Bäckerei Münch schafft Abhilfe

Gebäudeerweiterung in Leisnig Lärmbelästigung stört Anwohner: Bäckerei Münch schafft Abhilfe

Wenn die Bäckerei Münch an der Leisniger Eulenbergstraße nachts ihre Fahrzeuge belädt, sitzt Anwohner Claus Dieter Andrä im Bett. Um die Lärmbelästigung einzudämmen und notwendige Umbauten in seiner Bäckerei bei laufender Produktion vornehmen zu können, will Christian Münch sein Gebäude erweitern.

Am bisherigen Gebäude der Bäckerei Münch soll ein Anbau entstehen, um Umbauarbeiten während der laufenden Produktion zu realisieren. Zusätzlich entsteht im Gebäude Platz für eigene Fahrzeuge.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Christian

Zur jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses wurden die Pläne vom Großweitzschener Architekt Oliver Zache vorgestellt. Demnach handelt es sich bei dem geplanten Anbau, der nach dem Abriss eines Wohnhauses auf der freigewordenen Fläche rechts neben dem bisherigen Gebäude entstehen soll, vor allem um eine Möglichkeit, notwendige Umbauarbeiten innerhalb der Bäckerei vorzunehmen. „Es handelt sich nicht um eine Produktionserweiterung“, erklärt Christian Münch. Viel mehr soll die bestehende Produktionslinie ergänzt werden. Das geht aber nicht während der laufenden Produktion. „Ich kann nicht im vorhandenen Objekt bauen, weil die Staubentwicklung eine laufende Produktion verhindern würde“, so der Unternehmer. Abhilfe muss geschaffen werden, damit ein Produktionsstillstand von bis zu vier Monaten umgangen werden kann.

Fahrzeugbeladung künftig innerhalb des Gebäudes

Mit dem Anbau gewinnt der Unternehmer auch zusätzlichen Platz für Fahrzeuge. Zwei Lkws und weitere Auslieferungsfahrzeuge werden jede Nacht beladen. Weil für die Lkws im Gebäudeinneren aber bisher kein Platz ist, muss gegen 4 Uhr morgens Bäumchen wechsel dich gespielt werden – inklusive Türen knallen und offenen Rolltoren. Genau das stört Anwohner Claus Dieter Andrä. „Den Streitpunkt gibt es schon ewig. Ich habe nicht nur einmal rüber gebrüllt, dass es zu laut ist“, erzählt Andrä. Beim Fahrzeugwechsel müssen die Rolltore geöffnet werden, der Lärm aus der Bäckerei dringt so nach draußen – und bis ins Schlafzimmer von Ehepaar Andrä.

Im neuen Anbau ist Platz für alle Fahrzeuge, ein Beladen außerhalb des Gebäudes beziehungsweise das Wechseln der Fahrzeuge ist demnach nicht mehr nötig. Mit einem freiwillig erstellten Emissionsschutzgutachtens, das den Lärm dokumentiert, untermauert Christian Münch sein Vorhaben. Claus Dieter Andrä will Einsicht haben. „Wenn das im Vorfeld nicht ordentlich geklärt ist, gehe ich auf die Barrikaden“, sagt er.

Die Anlieferung wird auch nach den baulichen Veränderungen wie gehabt über die Westseite erfolgen. Ein weiterer kleinerer Anbau muss auf einer anderen Seite erfolgen. „Die Spülküche muss künftig von der Produktion getrennt angeordnet sein“, erklärt Architekt Oliver Zache die neuen gesetzlichen Bestimmungen.

Reduzierte Parkplätze für Kindertagesstätte

Bauamtsleiter Thomas Schröder hingegen sorgt sich um die erweiterte Zufahrt, die mit dem Anbau nötig wird. „Dann wird es mit den Stellplätzen für die anliegende Kindertagesstätte eng“, sagt er. Bis zu vier Plätze würden wegfallen, denn gegenüber einer Ausfahrt gilt ein Park- und Halteverbot. Die Parksituation sei vor Ort sowieso schon problematisch, vor allem zu den Stoßzeiten früh zwischen 6 und 8 Uhr sowie nachmittags, wenn Eltern ihre Kinder wieder abholen. Stadtrat Hans-Hermann Schleußner (Freie Wählervereinigung Stadt und Land Leisnig) glaubt an die Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer: „Das funktioniert bisher auch. Ich sehe da kein Problem.“ Die übrigen Stadträte sahen das ähnlich. Sie stimmten dem Bauvorhaben von Christian Münch einstimmig zu.

Claus Dieter Andrä und Christian Münch wollen gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Goth (CDU) noch einmal an einen Tisch kommen, um über das Emissionsschutzgutachten zu sprechen und um die Zweifel des Anwohners aus der Welt zu schaffen.

Von Stephanie Helm

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