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Döbeln Lästige Biester im Anflug: Wenn Wespenstechen, kann es gefährlich werden
Region Döbeln Lästige Biester im Anflug: Wenn Wespenstechen, kann es gefährlich werden
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00:33 30.08.2015
Kaum steht etwas Süßes auf dem Gartentisch, kommen sie angesummt. Wenn Wespen stechen, wird es schmerzhaft. Quelle: Sven Bartsch
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Ob Zuhause im Garten, im Bäckereigeschäft, beim Eisschlecken in der Stadt oder im Biergarten - die schwarz-gelben Insekten erweisen sich als überaus lästig. Das Risiko, gestochen zu werden, ist hoch. Kommt es zu einer allergischen Reaktion, kann es durchaus gefährlich werden, weiß Oberarzt Peter Lorenz, verantwortlich für die Notaufnahme der Helios Klinik Leisnig.

Frage: Schmerzhafte Stiche als Ergebnis eines Kontaktes mit Wespen sind keine Seltenheit. Sind Sie in der Klinik zurzeit damit auch konfrontiert?

Oberarzt Peter Lorenz: In diesem Sommer stellen sich immer mehr Menschen mit Wespenstichen in der Notfallambulanz der Helios Klinik Leisnig vor. Es sind wesentlich mehr als üblich in dieser Jahreszeit.

Wie reagieren gestochenen Menschen in der Regel?

Normalerweise reagieren sie auf einen Wespenstich so, dass die Einstichstelle schmerzhaft ist, anschwillt und jucken kann. Dass lässt sich leicht selbst behandeln, beispielsweise durch Kühlen oder bei starken Schmerzen mit einer cortisonhaltigen Salbe.

Es gibt aber auch allergische und manchmal schwerwiegendere Reaktionen. Wie helfen Sie dann?

Stimmt! Die meisten Patienten, die zu uns kommen, haben eine allergische Reaktion auf das Wespengift, was wir gut mit Medikamenten wie einem Antihistaminikum und Cortison behandeln können. Nicht normal ist, wenn die Schwellung extrem wird - wenn diese beispielsweise bei einem Stich in die Hand bis zum Ellenbogen geht. Oder wenn auf einmal an verschiedenen Stellen am Körper Quaddeln oder Fisteln auftauchen. Alarmzeichen sind zudem Atemnot, Übelkeit oder Kreislaufprobleme. Das deutet auf eine heftige allergische Reaktion hin, die dringend von einem Notarzt begutachtet werden muss.

Rund ein Viertel der Bevölkerung reagiert laut Statistik allergisch auf Wespenstiche, etwa jeder 20. besonders extrem. Was empfehlen Sie den Betroffenen?

Wer einmal eine heftige Reaktion gezeigt hat, der sollte sich auf jeden Fall mit einem Notfall-Set versorgen. Das enthält Medikamente, die bei einem Stich die allergische Reaktion ausbremsen. Möglich ist auch eine sogenannte Hyposensibilisierung. Dabei wird das Immunsystem der Betroffenen langsam an das Wespengift gewöhnt. Dieser Prozess dauert allerdings recht lange, etwa drei bis fünf Jahre.

Wer ist eigentlich allergisch gegen Wespenstiche?

Das ist unklar und man weiß es auch nicht nach dem ersten Stich. Unser Körper reagiert auf nichts allergisch, was er nicht kennt. Erst, wenn wir erneut gestochen werden und ganz anders reagieren, als beim ersten Stich, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit eine allergische Reaktion.

Am besten ist es also, sich möglichst gar nicht erst stechen zu lassen.

Ja. Es ist ratsam, bei der Begegnung mit Wespen ruhig zu bleiben, nicht nach ihnen zu schlagen oder sie anzupusten. Das macht die Insekten aggressiv und sie gehen eventuell zum Angriff über.

Olaf Büchel

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