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Döbeln Landratsamt bleibt dezentral – Kreis investierte halbe Million Euro in Döbeln
Region Döbeln Landratsamt bleibt dezentral – Kreis investierte halbe Million Euro in Döbeln
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10:01 01.04.2018
Ins Haus B der ehemaligen Kreispoliklinik investiert der Landkreis jetzt, um das Gebäude barrierefrei zu machen. Quelle: Dirk Wurzel
Döbeln/Freiberg

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Mit diesem Zitat des legendären Altbundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD) würzte Jörg Woidniok seinen Redebeitrag zu den Landratsamt-Standorten im Großlandkreis. „Ich schätze sonst die offene Art des Kollegen Liebscher sehr. Ich halte aber bisherige Konzept für so funktionsfähig, dass es keine Frage ist, daran etwas zu ändern“, sagte der Freiberger, der Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion ist. Zuvor hatte Uwe Liebscher, Chef der Fraktion der Freien Wähler, den Landkreis dafür gerügt, keine Visionen bei seinem Standortkonzept zu haben. „Wir wurschteln über die alten Standorte weiter, wie eine alte LPG, die hier einen Stall und dort eine Scheune hat“, sagte der Oberschönaer. Jörg Woidniok dachte diese Überlegungen zu Ende: Es führt zu einer zentralen Kreisbehörde in Freiberg. Das will aber die Mehrheit der Kreisräte nicht.

SPD dankt CDU

„Ich danke dem Kollegen Woidniok für die klaren Worte“, sagte SPD-Fraktionschef Axel Buschmann aus Döbeln. „Wenn wir über Effizienz reden, dann haben wir heutzutage fortschrittliche Technik, mit der man über Entfernungen kommunizieren kann. Wir können aus den vorhandenen Ressourcen das Beste herausholen.“

Haus B bekommt Anbau und wird barrierefrei

Der Landkreis wird demnächst in seine Verwaltungsstandorte investieren. Für Döbeln ist ein Vorhaben geplant, das eine halbe Million Euro kostet. „Wir wollen das Haus B der ehemaligen Kreispoliklinik in Döbeln barrierefrei umbauen“, erläuterte Peter Schubert, Geschäftsbereichsleiter im Landratsamt, in einem Pressegespräch im Landratsamt. Das bezahlt den Umbau mit Fördergeld aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“. 375 000 Euro der Gesamtbaukosten stammen aus diesem Programm. Der Kreis legt dann noch einen Eigenanteil von 125 000 Euro drauf. Mittelsachsen hat besagtes Haus B vor einigen Jahren bereits mit dem Zuschuss aus einem anderen Konjunkturprogramm sanieren lassen. Jetzt bekommt das Gebäude noch einen Anbau für den Fahrstuhl.

Nutzung noch unklar

Welche Verwaltungsbereiche das Landratsamt dann dort unterbringt, steht noch nicht fest. „Wir brauchen das Haus aber in unserer Gesamtbilanz“, sagt Peter Schubert. Bis vor kurzem lebten im Haus B der ehemaligen Kreispoliklinik Asylbewerber. Aber dieses Heim hat der Kreis geschlossen, als die Flüchtlingswelle abebbte.

Rettungswache hat Zukunft

Auf dem Gelände der ehemaligen Poliklinik ist außerdem die Rettungswache Döbeln untergebracht. „Die soll auch dort bleiben“, sagt Peter Schubert. Für diese will der Kreis weitere Garagen bauen. Die gehören aber nicht zum aktuellen Bauprogramm der Kreis-Verwaltung in Döbeln.

Standortfrage ist alt

Der Ruf nach einem Landratsamt ist nicht neu und ertönt aller Jubeljahre aufs Neue. Vor sechs Jahren ließ ihn der Reinsberger Bürgermeister und Kreisrat Bernd Hubricht (CDU) auf einer Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistages erschallen. Er schlug ein zentrales Amt in Siebenlehn an der Autobahn vor. Seitdem war es ruhig geworden ums zentrale Landratsamt.

Von Dirk Wurzel

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