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Döbeln Landwirt baut Biogasanlage in Strölla aus
Region Döbeln Landwirt baut Biogasanlage in Strölla aus
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23:00 05.02.2018
Biogasanlagen werden immer mehr zum zweiten Standbein für Landwirte. Quelle: Archiv
Strölla/Großweitzschen

Für Landwirtschaftsbetriebe wie den der Familie Philipp in Strölla in der Gemeinde Großweitzschen sind Tier- und Pflanzenproduktion angesichts niedriger und oft schwankender Preise längst nicht mehr die einzigen Standbeine. Die Verstromung von Biomasse gehört inzwischen zum alltäglichen Geschäft. Die Philipp GbR will ihre Biogasanlage nun effizienter machen und plant den Ausbau mit zwei neuen Blockheizkraftwerken.

Dazu wurde vergangene Woche auch der Großweitzschener Gemeinderat gehört. „Das Landratsamt bittet uns um eine Vollständigkeitsprüfung sowie eine Stellungnahme wegen des Straßenbaus und des Brandschutzes“, erklärte der kommissarische Bürgermeister Jörg Burkert. „Das Architekturbüro Zache hat die Pläne geprüft und es gab eine Vor-Ort-Begehung mit dem Landratsamt, der Feuerwehr und mir als Bürgermeister. Prinzipiell ist alles in Ordnung. Als Auflage wurde gestellt, dass am Feuerlöschteich ein festes Saugrohr für die Feuerwehr installiert werden muss“, sagte Burkert.

Die Zufahrt zu dem Teich werde geschottert, der Anschluss für die Wasserpumpe der Feuerwehr vor dem Teich auf einer Betonplatte hergestellt. Dadurch müsse die Pumpe nicht bis hinunter zum Wasser getragen, sondern könne dort abgestellt werden.

Mehr Effizienz in der Stromeinspeisung

Beim Ausbau der Anlage an sich gehe es vor allem um die Steigerung der Effizienz. „Die Gas- oder Energieleistung bleibt gleich. Es soll nur effizienter Strom in Spitzenzeiten abgegeben werden und die Anlage von außen abschaltbar sein“, erklärte der Bürgermeister an Stelle von Antragsteller Arne Philipp, der zwar als Gemeinderat anwesend war, sich aber aus Befangenheitsgründen für diesen Tagesordnungspunkt vom Sitzungstisch entfernen musste.

Mit der geplanten Anlage könnte sein Betrieb besser auf Schwankungen in der Auslastung des Stromnetzes reagieren. So lange dieses nicht stärker ausgebaut ist, kommt es immer wieder zu Überlastungen durch die Einspeisung erneuerbarer Energien. Andererseits gibt es in wind- und sonnenschwachen Zeiten Kapazitäten für den Biogasstrom.

Das befürworteten auch die Gemeinderäte. Manfred Nestler brach eine Lanze für die Landwirte. „Sie haben schwer zu kämpfen und daher wäre es ganz verkehrt, hier dagegen zu stimmen.“ Das tat dann auch keiner.

Von Sebastian Fink

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