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Döbeln Landwirte der Region Döbeln holen jetzt den Raps vom Feld
Region Döbeln Landwirte der Region Döbeln holen jetzt den Raps vom Feld
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00:18 02.08.2017
Mensch und Maschine werden in den nächsten Tagen immer im Einsatz sein. Auf den Feldern ist die Ernte voll im Gang Quelle: Sven Bartsch
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Region Döbeln

Der Blick der Landwirte geht nicht erst in den vergangen Tagen zuerst zum Himmel und dann auf die Wetter-App auf dem Smartphone. Die Bauern der Region stecken voll in der Ernte. Hoffen auf regenfreie Tage, werden aber nicht immer erhört.

„Im zeitigen Frühjahr hätten wir etwas mehr Regen gebraucht. Jetzt muss es nicht mehr so schütten“, sagte Wolfram Hirsch, verantwortlich bei der Ostrauer Agrar AG für den Feldbau. Einige Sorten der Wintergerste hätte im April etwas mehr Wasser gebrauchen können, um mehr und qualitativ bessere Körner in der Ähre ausbilden zu können. Fehlt Wasser zur richtigen Zeit, komme es zu Ausbildung vom sogenannten Schmachtkorn. Das ist nicht erwünscht. Doch das Wetter kann der Bauer nun mal nicht beeinflussen. „Wir arbeiten mit der Natur, damit müssen wir leben“, sagte Wolfram Hirsch. Trotzdem ist er nicht unzufrieden, mit dem was seine Kollgen in die Lager einbrachten. Im Vergleich zu dem letzten drei Jahren sei es ein durchschnittliche Ernte von Wintergerste, die auf den Feldern rund um Ostrau wuchs, eingefahren worden. Genaue Zahlen nannten die Landwirte, wegen de Konkurrenz und wegen d es Verkaufs an die Großhändler nicht. In das gleiche Horn stößt auch Ekkehard Thiele, Chef der Reinsdorfer Agrargenossenschaft. „Wir haben eine durchschnittliche Ernte bei der Wintergerste zu verzeichnen“, so Thiele auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. In der Region rund um Waldheim seien die Auswirkungen des eher zu trocknen Frühjahrs nicht extrem zu spüren. „Wir werden uns jetzt weiter auf den Raps konzentrieren“, erklärte Thiele. Heißt: Die Erntekapitäne werden mit ihren Mähdreschern die Felder ansteuern, wo die Ölfrucht angebaut werden. Wie dort die Ernte ausfällt könne zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht gesagt werden. „Wir müssen jetzt jeden trockenen Tag tag nutzen, um den Raps einzufahren“, sagte Hirsch. Denn komme es jetzt wieder zu Regengüssen mit großen Tropfen, könnten Teile der Rapsernte vernichtet werden. Der Niederschlag veranlasse die Pflanzen ihre Schoten zu öffnen, um die Körner auszuwerfen. „Wir müssen jetzt hoffen, dass das Wetter weiter mitspielt“, erklärte Hirsch. Nach dem Raps müssen die Landwirte ihre Mähdrescher möglichst schnell umrüsten, um den Weizen vom Feld zu holen. „Dort gilt es vor allem gute Qualität einzufahren“, erklärte der Reinsdorfer Landwirt.

Die Wintergerste werde zu Futtergetreide verarbeitet, sagten beide Landwirte. Nur Sommergerste komme in den Brauereien bei der Bierherstellung zum Einsatz. Der Weizen, der sowohl auf den Reinsdorfer und Ostrauer Feldern wächst, wird von der Nahrungsmittelwirtschaft aufgekauft. Aus den besten Qualitäten werde der Hartweizengries für die Nudelherstellung gewonnen.

Von Heiko Stets

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