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Döbeln Landwirte fürchten Kahlfröste
Region Döbeln Landwirte fürchten Kahlfröste
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19:12 20.12.2011
Schön, aber zu trocken: Das war der November. Und das war für die Landwirte dann wieder weniger schön. Quelle: Sven Bartsch
Region Döbeln

Deutschlandweit gingen im Durchschnitt drei Liter Niederschlag pro Quadratmeter zu Boden, während der "normale" Durchschnittswert bei 66 Litern liegt.

Ein Wetterextrem, das naturgemäß auch an der regionalen Landwirtschaft nicht spurlos vorüber gegangen ist. "Wir haben Mitte November noch einmal Gras geschnitten und getrocknet, das hat es noch nie gegeben", lässt Werner Lantsch, Vorstand der Gersdorfer Agrarproduktion und Handel e.G., den vergangenen Monat Revue passieren. Während für den früh gesäten Weizen die regenlosen Wochen kein Problem darstellen dürften, sei die Trockenheit für den spät gesäten hingegen weniger vorteilhaft. "In der Summe erwarten wir jedoch keine negativen Auswirkungen für die nächste Ernte, zumal die Bachläufe kein extremes Niedrigwasser geführt haben, was darauf hindeutet, dass im Untergrund noch genügend Nässe vorhanden war.

Entwarnung lautet auch das Motto bei der Knobelsdorfer Agrarprodukt GmbH & Co. KG. "Während die Landwirte etwa im Torgauer Raum, die überwiegend mit Sandböden zu tun haben, durchaus Probleme bekommen könnten, sind in unserer Region keine negativen Folgen zu befürchten", so der Geschäftsführer Pflanzenproduktion Stefan Zschaage. "Mein Eindruck von den Feldern ist, dass die Kulturen gut wachsen."

Auch Volker Hynitzsch von der Leisniger Agrargenossenschaft e.G. blickt optimistisch nach vorn. "Die Gerste scheint zwar angegriffen zu sein, aber zum Jammern ist es noch zu früh", so der Vorstandsvorsitzende. Allerdings fehle den Landwirten die Erfahrung mit einer solchen Trockenheit zum Jahresende. "Ich denke aber, dass die Kulturen, so denn jetzt hoffentlich zeitnah keine Fröste ohne Schneedecke folgen, den Wassermangel gut wegstecken können."

So genannte Kahlfröste, vor denen man auch bei der Agrargenossenschaft Grünlichtenberg hofft, verschont zu bleiben. Insgesamt teilt Helmut Becker, Leiter Pflanzenproduktion, nicht ganz den Optimismus seiner Kollegen. "Unsere Böden können das Wasser zwar vergleichsweise gut halten. Aber zum aktuellen Zeitpunkt kann man noch wenig über die Folgen der ungewöhnlichen Trockenheit sagen." Sein Eindruck sei, dass das Getreide und der Raps sehr wohl unter dem Wassermangel gelitten hätten. "Insbesondere der Raps ist nicht genügend mit Nährstoffen versorgt worden, weshalb wir nur hoffen können, dass die Böden nicht ohne Schnee einfrieren."

Roger Dietze

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