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Döbeln Lauschka grüßt mit fast vergessenem Brunnen zu Ostern
Region Döbeln Lauschka grüßt mit fast vergessenem Brunnen zu Ostern
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00:20 03.04.2018
Lädt zum Osterspaziergang ein: Damit er so festlich geschmückt strahlt, musste der Brunnen in Lauschka bei Straßenbauarbeiten erst wiederentdeckt werden. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Hartha

Frohe Ostern wünschen die Einwohner im Harthaer Ortsteil Lauschka jedem, der das kleine Dorf durchfährt. Mitten im Ort steht festlich geschmückt der Brunnen, fast wie ein kleines Wahrzeichen.

Zufallsfund bei Straßenbauarbeiten

Eines, das 2009 erst wiederentdeckt werden musste: Damals wühlten sich Bagger durch Lauschka. Die Stadtverwaltung ließ die kleine Dorfstraße mit Fördergeldern erneuern. Geplant war damals nicht, einen Dorfbrunnen in Lauschka zu setzen. Doch die Arbeiter stießen auf einen, der bereits zu DDR-Zeiten genutzt wurde, um Trinkwasser abzuschöpfen. „Bei den Arbeiten sind wir zufällig auch auf einen Brunnen gestoßen“, erklärte damals Bauamtsleiter Ronald Fischer. Es sei nicht bekannt gewesen, dass sich im Bereich der Straße ein Brunnen befand.

Brunnen führte noch Wasser

Anwohner reagierten mit Verwunderung, wussten, dass der Brunnen noch Wasser führte und wollten, dass er im Zuge des Straßenbaus auf keinen Fall verschwinden sollte. Es wurde sich geeinigt: „Wenn wir in Lauschka schon von einem Ringdorf sprechen, dann muss dieses Kleinod auch erhalten werden“, sprach sich der damalige Bürgermeister Gerald Herbst (CDU) im Stadtrat aus. Der Brunnen sollte ins Dorfbild integriert werden.

„i-Tüpfelchen“ in Lauschka erhalten

Absprachen mit dem Amt für ländliche Entwicklung wurden getroffen, Mehrkosten nachverhandelt. Auch der Denkmalschutz war von dem 19 Meter tiefen Brunnen angetan. „Der Brunnen wird sicher das i-Tüpfelchen auf dem Dorfplatz“, mutmaßte Herbst damals und behielt fraglos damit Recht.

Von Manuel Niemann

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