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Döbeln Lehrer stehen Rede und Antwort im Beruflichen Schulzentrum Döbeln: Gäste loben umfangreiches und informatives Angebot
Region Döbeln Lehrer stehen Rede und Antwort im Beruflichen Schulzentrum Döbeln: Gäste loben umfangreiches und informatives Angebot
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00:49 16.01.2012

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Eine Grundidee hat er allerdings schon. "Etwas Technisches oder etwas Handwerkliches sollte es schon sein. Aber vielleicht mache ich auch noch Abitur nach dem Realschulabschluss." Eine Entscheidung, für die er jetzt noch gut ein Jahr Zeit hat. Dennoch informierte er sich bereits am Wochenende im Berufsschulzentrum. Auch viele andere Interessenten nutzten diese Möglichkeit.

Nach dem Besuch am Sonnabend war Andy Vosgerau dann ein wenig schlauer. Er hatte sich zusammen mit seinen Eltern den Vortrag über das Berufliche Gymnasium angehört. Referent war der Oberstufenberater der Schule, Mathias Fehrmann. Er informierte über Zulassungsvoraussetzungen sowie den Ablauf und den Aufbau des Kurssystems. Die Möglichkeit, im Berufsschulzentrum sein Abitur zu erlangen, reizt Andy. Besonders nach dem persönlichen Gespräch mit dem Oberstufenberater. "Ich denke schon, dass ich die Allgemeine Hochschulreife machen möchte. Weil mir danach ja alle Türen offen stehen", sagt er. Mathias Fehrmann betonte dabei nicht nur, dass man am BSZ das Abitur erlangen kann, sondern dass es die gleiche Wertigkeit wie ein gewöhnliches Abitur an einem Gymnasium hat. "Auch bei uns kann man seine Leistungskurs- und Prüfungsfächer wählen. Man muss sich nur entscheiden, ob man das technische oder das wirtschaftliche Abitur machen möchte." Je nach dem, wofür man sich entscheide, ist dann mit Technik oder Wirtschaft schon ein Leistungskursfach vorgegeben. Fehrmann sieht darin für Realschüler die Möglichkeit, sich weiterzubilden und alle Chancen für die Zukunft offen zu halten. "Vom Arzt bis zum Maschinenbauer ist danach ja alles möglich", lockt er.

Der Vortrag war einer von drei Referaten an diesem Informationsvormittag. Viele waren auch am Thema Sozialwesen interessiert. Die 55 Lehrkräfte, die an diesem Tag den Gästen Rede und Antwort standen, mussten zudem vielen Besuchern Auskunft zur Erzieherausbildung, einem relativ neuen Angebot, im BSZ geben.

Gegenwärtig erlebt das BSZ einen kleinen Aufschwung, was auch die Resonanz der Interessenten vorgestern zeigte. "Mit momentan 1100 freien Plätzen haben wir aber noch viele Kapazitäten", so Michael Winkler. Einen Platz davon möchte sich Andy Vosgerau ab 2013 gerne sichern.

Döbeln. Die Jugendlichen selbst zeigten sich am Sonnabend überwiegend begeistert von den Räumlichkeiten des Berufsschulzentrums. Die DAZ mischte sich unter die Leute und sprach mit aktuellen und ehemaligen Schülern, Bewerbern und mit einem Mädchen, das einfach mal so mitgenommen wurde.

"Ich gehe noch in die elfte Klasse am Lessing-Gymnasium, aber der Stoff in der Abiturstufe scheint etwas zu schwer für mich zu sein", sagt Sofie Claus offen. Nun interessiert sie sich besonders für die Fachoberschule Sozialwesen und hat dort auch dem Vortrag gelauscht. "Er war sehr informativ. Besonders die persönlichen Erfahrungsberichte haben mir gefallen", so die 17-Jährige. Nicht so gut fand sie dagegen, dass es zu viel Stoff auf einmal war. Später, so Sofie, will sie gerne beim Jugendamt arbeiten.

An Sofies Seite war Anna Pichotta, die zu jenen Schülern gehört, die im Sommer am BSZ angefangen haben, Erzieherin zu lernen. "Ich bin jetzt im ersten Lehrjahr dieses neuen Ausbildungsangebots und war vorher auch auf dem Gymnasium. Seitdem ich hier bin, sind meine Noten deutlich besser geworden." Was sie nach der Ausbildung genau machen will, weiß sie schon ganz genau. "Zunächst Sozialassistentin lernen und dann Erzieherin werden."

Die Männer waren am Sonnabend deutlich in der Unterzahl. Torsten Kummer aus Hoyerswerda hat sich bereits in Döbeln beworben. "Und zwar als Weiterbildung in der Metalltechnik", so der gelernte Metallbauer. Ab 3. September hofft er, in Döbeln die Schulbank drücken zu können. In persönlichen Gesprächen erlangte er noch Informationen zu den Ausbildungsinhalten.

Zwei ehemalige Schülerinnen waren ebenfalls vor Ort. Sadiya Alieva und Jacqueline Nötzel warteten geduldig alle Gespräche der Jugendlichen ab, um danach selbst einmal wieder mit den Lehrern reden zu können. Sadiya studiert inzwischen in Roßwein Soziale Arbeit. Ihre Freundin Jacqueline erlernt nun in Chemnitz den Erzieherberuf und möchte später einmal Leiterin eines Jugendklubs werden.

Robin Seidler

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