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Döbeln Patchwork für Leisnigs blutende Straße
Region Döbeln Patchwork für Leisnigs blutende Straße
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12:48 11.10.2018
Einfach umgelegt: In Leisnig muss trotzdem noch langsam gefahren werden. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Das Schild wurde auf den belaubten Hang geworfen – möglicherweise fühlt sich jemand genervt von der ewigen Geschwindigkeitsbegrenzung an der Colditzer Straße, wobei die in Höhe des Leisniger Krankenhauses immer gilt. Noch im Oktober soll das Theater um den auf und davon laufenden Straßenbelag der Colditzer Straße sein Ende finden – zumindest vorläufig.

Dann sollen auch die defekten Stelle im Belang „gepatcht“ werden. So bezeichnet Leisnigs Bau- und Ordnungsamtsleiter Thomas Schröder das Verfahren, womit die Fahrbahn ausgebessert werden soll.

Unternehmen muss erneut ran

Da für dieses Jahr werden extrem hohe Temperaturen knapp an die 40 Grad Celsius wohl der Vergangenheit angehören, will das ursprünglich mit der Oberflächenbehandlung der Fahrbahn beauftragte Unternehmen Bausion nun diese Arbeiten in Angriff nehmen. In der jüngsten Ratssitzung wurde allerdings schon mal vorgewarnt: Kann schon sein, dass der Fahrbahnbelag der Colditzer Straße im nächsten Sommer wieder vor Hitze zu laufen beginnt.

Anwohner in Wut

Das hat er jedenfalls in diesem Jahr ausgiebig getan. Da kamen Leisnigs Bauhofmänner kaum hinterher mit dem Kühlen durch Sprühen. Zudem wurde gesplittet – genau genommen das Mittel der Wahl, um überhitzte Asphaltbeläge auf eine unschädliche Temperatur zu bringen. Das funktionierte nicht. Zudem – und das brachte erst recht vor allem die Anwohner in Rage – wurde gesplittet, was das Zeug. Und das offenbar mit teils viel zu geringer Körnung. Ergebnis: Dreckschwaden und Staubschichten überall. Und das über Wochen.

Kehrmaschinen wieder im Eisnatz

Der Splitt habe sich mittlerweile größtenteils in den Belag eingefahren. Was noch an den Straßenrändern, im Schnittgerinne liegt, werde in Kürze mittels Kehrmaschinen aufgenommen.

Bloß kein Gutachten: Zu teuer

Von einem Gutachten zum Zwecke von Regressforderungen will die Stadtverwaltung nach Schröders Worten absehen: „Ein dazu notwendiges Gutachten hätte uns 2500 Euro gekostet. Die Aussichten, dass derartige Regressverfahren von Erfolg gekrönt sind, gehen zudem gegen null“, sagt der Amtsleiter, der sich offensichtlich zumindest mit einem solchen Verfahren schon einmal auseinander gesetzt haben muss. Deshalb will er gleich gar keins anstrengen – zu viel Aufwand für ungewissen Ausgang.

Unternehmen kooperativ

Zudem zeige sich das Unternehmen kooperativ, was die noch anstehenden Arbeiten anbelangt. Wo Autoreifen bei großer Hitze den Belag beschädigten, etwa in Höhe Netto und auch nahe Aldi, werden die Schäden behoben.

Straße kann erneut fließen

Trotzdem kann es sein, dass das Thema noch lange nicht vom Tisch ist. Bürgermeister Tobias Goth (CDU) warnt schon mal vor: Möglicherweise beginnt die Straße im kommenden Sommer bei extrem hohen Temperaturen erneut zu zerfließen.

Fahrbahn aus unterschiedlichen Schichten

Der Grund: Die Fahrbahnbeläge bestehen aus mehreren, vom Material her unterschiedlichen Schichten. Wie empfindlich welche Schicht gegen Wärme im Zusammenspiel mit hoher mechanischer Belastung ist, lasse sich schwer einschätzen.

Von Steffi Robak

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