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Döbeln Leisnig: Ärger über Staub nach Splitten
Region Döbeln Leisnig: Ärger über Staub nach Splitten
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00:21 21.10.2017
Der Rollsplit sammelt sich entlang der Bordsteine an der Colditzer Straße. Langsames Fahren soll die Staubentwicklung mindern. Quelle: Foto: Steffi Robak
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Leisnig

Es staubt und staubt auf der Colditzer Straße – nun soll in dieser Woche zum wiederholten Mal eine große Kehrmaschine anrücken und den Restsplitt von der Fahrbahn entfernen. Darum soll sich das Bauunternehmen Bausion selbst kümmern – und auch die Kosten dafür selber tragen.

Dreck ist schon zusammengebacken

Nach den Worten von Thomas Schröder vom Bau- und Ordnungsamt der Stadt entsteht der Staub, weil ein zu hoher Anteil Splitt mit viel zu geringer Körnung zum Einsatz kam. Teilweise habe sich dieser auch schon mit Wasser vermischt und sei zu einer Masse unterm Splitt zusammengebacken. Das muss jetzt aufgenommen, möglicherweise sogar zuvor per Hand aufgelockert werden.

Leisnig will keinesfalls bezahlen

Das hört sich nach großem Aufwand an, und Bürgermeister Tobias Goth (CDU) sagt dazu: „Das muss aber klar sein, dass die Stadt für den zusätzlichen Kehreinsatz nicht bezahlt.“ Aus seiner Sicht sei die große Staubentwicklung das Verschulden des Bauunternehmens. Derart extrem feinkörniges Splittmaterial hätte nicht zum Einsatz kommen dürfen. Dabei stellt sich die Frage, ob unter diesen Umständen auch der Zweck der Splittaktion erfüllt ist, die Bitumendcke zu stabilisieren. Dabei sieht Schröder keine Einschränkungen. Der Anteil von grobkörnigem Rollsplitt sei immer noch hoch genug, dass er die Straßendecke wie gewünscht stabilieren kann.

Straße schon einmal abgelöscht

Nach den Beschwerden in der Stadtratssitzung hatte Schröder veranlasst, dass die Straße noch einmal mit Wasser abgelöscht wurde. So bombastische Herbstwetter dieser Tage mit viel Sonne und Trockenheit trug in Leisnig das Seine dazu bei, dass sich die Staubwolken vergrößerten. Dass in der zweiten Oktoberwoche schon einmal abgekehrt worden war, änderte daran nichts.

In der Ratssitzung war vermutet worden, dass vor allem schnell fahrende Autos auf dem frisch gesplitteten Straßenbelag den Dreck aufwirbeln. Im Grunde sei dies mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung schon um einiges eindämmbar. Und nur, weil sich viele Autofahrer daran nicht halten, wirbelt Dreck wie verrückt. Eine paar Minuten der Beobachtung entlang der Straße zeigen: Der Dreck wirbelt selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Keine Information zu Verkehrskontrollen

Verkehrskontrollen seien vielleicht hilfreich, die Schnellfahrer zu disziplinieren. Der Polizei sei kurz nach der Ratssitzung gemeldet worden, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. „Ob dort dann tatsächlich auch die Geschwindigkeit kontrolliert wurde, können wir natürlich nicht sagen“, sagt Bürgermeister Tobias Goth (CDU). „Wir können der Polizei keine Vorschriften machen, wann sie wo kontrolliert.“ Mittlerweile sammelte sich der größte Teil des extrem losen Streumaterials schon entlang der Bordsteinkanten. Staub wirbelt immer noch auf. Ein weiterer Kehrmaschineneinsatz sollte also wesentlich Linderung bringen.

Von Steffi Robak

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