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Döbeln Leisnig: Hausleerstand und Abriss als Chance
Region Döbeln Leisnig: Hausleerstand und Abriss als Chance
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16:00 12.01.2018
Der Abriss des Süttingerhauses am Leisniger Schlossberg im August hat im öffentlichen Bewusstsein eine schwere Wunde gerissen. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Häuserleerstand bereitet Leisnig und den anderen Städten dieser Größenordnung zunehmend Probleme. Der Abriss ist oft die letzte bleibende Handlungsmöglichkeit. Zuletzt war das beim alten Kaufhaus der Familie Süttinger der fall. dieses Stadtbildprägende Fachwerkhaus musste im letzten Jahr aus Anordnung der Bauordnungsbehörde beim Landratsamt Mittelsachsen abgerissen werden.

Podiumsdiskussion öffentlich

Mit einer Podiumsdiskussion in Leisnig will sich die Landtagsfraktion der Partei Die Grünen nun diesem Thema widmen. Interessierte Zuhörer, die zur Diskussion eingeladen sind, können am Montag, 15. Januar, 19 Uhr, zu dieser öffentlichen Veranstaltung in die Touristik-Herberge „Am Galgenberg“, Zemmeweg 6, im Leisniger Ortsteil Fischendorf kommen.

Dieses Fachwerkhaus in der Oberlanggasse ließ die Stadtverwaltung Leisnig abreißen. Es stand ihren Stadtentwicklungsplänen im Weg. Baulich war es vollkommen intakt. Quelle: Wolfgang Sens

Leerstand und Abriss als Chance sehen

Die Landtagsfraktion der Grünen will sich zu der Veranstaltung verschiedenen Fragestellungen widmen, zum Beispiel, wie sich Denkmale erhalten lassen, oder ob Leerstand sogar als Chance gesehen werden kann. Podiumsgäste sind neben Wolfram Günther, denkmalpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion auch Jörg Liebig vom Referat Bauaufsicht und Denkmalschutz des Landkreises Mittelsachsen, zudem der Immobilienunternehmer und „Denkmal-Doktor“ Frank Pastille und Barbara Ditze vom Netzwerk Industriekultur in Sachsen. Angefragt ist ebenfalls der Leisniger Bauamtsleiter Thomas Schröder.

Es fehlen Geld und Ideen

Nach Ansicht der Veranstalter würden fehlende Nutzungsideen, mangelnde Finanzausstattung und gelegentlich geringe Wertschätzung in Leisnig und Umgebung den Erhalt der noch vorhandenen reichen Denkmallandschaft erschweren. Am 15. Januar sollen politische und praktische Ansätze für den Erhalt historischer Bausubstanz diskutiert werden.

Kooperative Nutzungsformen ausloten

Gemeinsam mit lokalen und überregionalen Akteuren sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern sollen eine Reihe von Fragen erörtert werden. Es geht um Alternativen zum Abriss und darum, wie bürgerschaftliches und Verwaltungshandeln gestärkt und kombiniert werden können. Es wird erörtert, welche Möglichkeiten kooperativer Nutzungsformen existieren und wie leerstehende Häuser und potenziell interessierte Nutzergruppen zueinander finden.

Kreativität gegen Hausverfall

Es soll auch erörtert werden, wie Stadtentwicklung bürgerschaftliches Engagement ermöglichen kann oder wie interkommunale Kooperation Leerstand bekämpfen helfen kann, welche Potenziale kreative Projekte bieten, wie etwa Einhaus-Wohnungsgenossenschaften, oder Vereine, die mittels Erbbaurecht Häuser übernehmen wollen. Die öffentliche Diskussionsrunde beginnt am Montag, 15. Januar, 19 Uhr in der Touristik-Herberge „Am Galgenberg“ am Zemmeweg 6, im Leisniger Ortsteil Fischendorf.

Von Steffi Robak

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