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Döbeln Leisnig: Politisch motivierte Parolen werden entfernt
Region Döbeln Leisnig: Politisch motivierte Parolen werden entfernt
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16:17 12.01.2018
DAZ Leisnig Bahnhof Unterführung Graffiti Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Die Entfernung politisch motivierter Schmierereien an den Immobilien der Deutschen Bahn AG habe absoluten Vorrang. Dies wird aus der DB-Pressestelle vom Regionalbüro Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen mitgeteilt. Zuletzt war berichtet worden, dass sich Leisniger ärgern über Schmierereien in der Fußgängerunterführung des Bahnhofs. Hier dazu mehr

Fachdienst geht Hinweisen nach

Die Leisniger lehnen es ab, dass durch das Geschmiere gegen Nazis und gegen die Antifa einschließlich der aggressiven Beschimpfungen das Image der Stadt leidet. Aus der Pressestelle heißt es dazu: „Unser Fachdienst geht den Hinweisen nach. Generell gilt, das die Entfernung politisch motivierter Schmierereien absoluten Vorrang hat.“ Wann es zuletzt einen derartigen Hinweis gab, ist indes nicht zu erfahren. Die Ankündigung von Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU), sich schriftlich an die Deutsche Bahn AG zu wenden, hat das Stadtoberhaupt bisher noch nicht wahr gemacht.

Beschwerde bei deutscher Bahn angekündigt

Nach der Stadtratssitzung vom Dezember, als der Leisniger Manfred Wehrmann auf den aus seiner Sicht unhaltbaren Zustand in der Bahnunterführung hinwies, hatte Goth die schriftliche Beschwerde bei der Deutschen Bahn beziehungsweise bei der BD Station und Service AG angekündigt. Erfolgt sei diese noch nicht, sagt er auf Anfrage.

Regelmäßige Inspektionen

Wenn entsprechende Hinweise bei der Bahn eingehen, werde durchaus reagiert, heißt es wiederum aus der Pressestelle: „Wir führen regelmäßig Inspektionen an den Verkehrsstationen durch“, heißt es dazu, und weiter: „Bei diesen Überprüfungen werden unter anderem Fahrplanaushänge aktualisiert, die Bausubstanz überprüft und eben auch Vandalismusschäden erfasst - sowie die Reparatur beziehungsweise Beseitigung beauftragt.“

Gesprühtes Datum verrät Nachlässigkeit

Der Reinigungszyklus der Verkehrsstationen ist unterschiedlich, unter anderem abhängig von der Zahl der Ein- und Aussteiger an dieser Bahnstation. Ein Grafitti mit Datum zeigt: Hier wurde schon seit mindestens drei Jahren nicht ordentlich kontrolliert. Es zeigt das Datum 4.10. 2014.

Hier hatte offenbar seit mehr als drei Jahren niemand einen Blick für die verschmierten Wände übrig – und schon gar nicht einen Eimer Farbe. Quelle: Sven Bartsch

Das Entfernen von Graffitis gehört jedoch nicht zur regulären Reinigung der Verkehrsstationen dazu, heißt es in der DB-Mitteilung weiter. Dies werde gesondert beauftragt. Die Graffitibeseitigung bedürfe spezieller Reinigungsmittel und gegebenenfalls auch spezielle Malerausstattung.

Zeitpunkt vom nächsten Malereinsatz bleibt offen

„Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass Flächen, von denen wir Graffiti entfernt haben, leider oft häufig wieder beschmiert werden“, heißt es abschließend in der Mitteilung. Zu welchem konkreten Zeitpunkt also die Schmierereien in der Unterführung entfernt werden, steht derzeit noch in den Sternen. Wer einen Blick nach Döbeln werfen möcht: Dort wurden die Wände in der Unterführung zuletzt erst frisch geweißt. Und schon wieder prangt in großen roten Lettern an den Wänden das Wort „Freiheit“.

Von Steffi Robak

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