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Leisnig: Saniertes Bad bleibt in städtischer Hand

Freibadstart Leisnig: Saniertes Bad bleibt in städtischer Hand

Technisch ist alles perfekt, nur der neue Kassenautomat vom Leisniger Freibad fehlt noch. Wenn am Wochenende die Temperaturen wieder steigen, soll für den ersten Sprung ins kühle Nass alles stimmen. Die drei Badmitarbeiter sind ab jetzt schon im Einsatz. Die Stadt Leisnig betreibt das Freibad auch in der zweiten Saison nach der Sanierung in eigener Regie.

Noch gewinnt der Regenschirm. Ab Freitag soll aber im Leisniger Freibad geplanscht werden.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Im Schwimmbecken zieht derzeit nur einer seine Bahnen: Der Bodensauger, der am blauen Grunde des Pools noch den letzten Schmutz aufnimmt. Am Dienstag sollte das Leisniger Freibad bereits öffnen. Doch bei Außentemperaturen um die zehn Grad Celsius und Wassertemperaturen von um die 14 grad Celsius geht der Ansturm der Badegäste gegen Null. Die Freibadmitarbeiter Heike Rentsch, Ulrich Müller und Steffen Fabian haben freie Hand für den letzten Schliff: Der Rasen ist gestutzt, die Wasseraufbereitung brummelt wie am Schnürchen im Technikraum. „Rund um die Becken werden wir noch einmal ordentlich kehren“, so Müller. Am Freitag, so schätzt er, können die ersten Gäste kommen. Zum Wochenende würden ja auch die Temperaturen wieder steigen.

Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU ) hatte in der Sonderstadtratssitzung am Donnerstag versprochen, am Dienstag solle alles laufen. Es sind auch nicht nur die kalten Temperaturen, die ein wenig auf die Bremse treten lassen: Der neue Kassenautomat wird ernst noch aufgestellt, soll ab Freitag seinen Dienst tun. Kleingeld sollten die Badbesucher bereit halten. Wem es fehlt, der muss im Imbiss beziehungsweise beim Badpersonal fragen. Und das hält dort den Betrieb auf.

Als Imbissbetreiber ist wieder Steffen Riemer mit im Boot. Ja, es habe in der vergangenen Badsaison Beschwerden gegeben, dass es mit dem Imbiss schleift, so Bürgermeister Tobias Tobias Goth (CDU). Manchmal hatten sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen lange Wartezeiten an der Imbisstheke ergeben – selbst wenn dort nur zwei Leute standen. „Die Beschwerden haben wir mit Herrn Riemer ausgewertet“, sagt Goth und zeigt ein gewisses Geständnis für hin und wieder auftretende derartige Situationen. Es sei ein Problem des fehlenden Personals beziehungsweise müsse Riemer wirtschaftlich rechnen und könne auch in Stoßzeiten nicht mehr Leute zur Verfügung stellen. Goth: „Das Problem hatte die Stadtverwaltung ja ebenfalls, geeignete Menschen zu finden, die beispielsweise die Kassierung übernehmen können.“ Der Versuch, in Spitzenzeiten mit vielen Besuchern jemanden vom Bauhof zeitweise an den Einlass zu setzen, habe sich nicht bewährt.

Riemer betreibt weiter den Imbiss, für die Kassierung gibt es den Automaten. Auch die personelle Besetzung in Fragen Schwimmmeister und Wasseraufbereitung ist geklärt. Unter den drei Badmitarbeitern Heike Rentsch, Steffen Fabian und Ulrich Müller sind die Aufgaben verteilt, so dass immer jemand die Badenden im Auge haben kann sowie mit der Technik und der Grundstückspflege alles läuft. Müller zum Beispiel, der in den vergangenen Jahren in Gröditz und Zeitz in Schwimmbädern arbeitete, ist hat die Qualifikation als Fachangesteller für Bäderbetrieb und hat die Technik der Wasseraufbereitung im Blick. Angestellt ist er beim Bauhof. Über die Monate, wenn das Freibad nicht geöffnet ist, wird er für Bauhofarbeiten eingesetzt. Er freue sich auf die Arbeit, sagt der Gröditzer. Fabian sei bisher im Mügelner Freibad eingesetzt gewesen, so Goth. Dieses ist derzeit wegen baulicher Schwierigkeiten geschlossen. Das Becken muss repariert werden.

Von der Suche nach einem Betreiber für das Freibad, wie es zunächst angedacht war, hat die Stadtverwaltung momentan Abstand genommen. Dennoch schließt der Bürgermeister nicht aus, dass sich die Verwaltung dem noch einmal stellen muss. „Personell denken wir von Saison zu Saison und gehen fest davon aus, dass ein städtischer Zuschuss für das Freibad im Haushalt immer mit eingeplant werden muss.“ Wie hoch dieser Zuschuss für das aktuelle Haushaltsjahr ist, kann Goth nicht genau beziffern.

Von Steffi Robak

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