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Döbeln Leisnig: Volkssolidarität soll doch am Hasenberg bauen dürfen
Region Döbeln Leisnig: Volkssolidarität soll doch am Hasenberg bauen dürfen
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20:52 03.08.2012

Die Landesdirektion Chemnitz sowie das Landratsamt Mittelsachsen stehen dem Vorhaben kritisch gegenüber, jedenfalls an diesem Standort. Der Hasenberg liegt im Außenbereich, ist zudem im Flächennutzungsplan der Stadt als Grünfläche ausgewiesen. Dort besteht demnach kein Baurecht. Das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei war als Standort für das Bauvorhaben in den Focus gerückt, nachdem sich der Standort am Eulenberg - früher vom Bauhof genutzt - als nicht bebaubar erwies. Im Untergrund wurde in Größenordnungen Schutt gefunden. Als Baugrund für das Vorhaben des Wohlfahrtsverbandes verbietet sich dieser Standort demnach. Wie Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) mehr oder weniger am Rande erwähnte, prüft das Landratsamt derzeit sogar, das Eulenberggrundstück wegen der Schuttauffüllung in das Altlastenkataster aufzunehmen.

Das Leisniger Bauamt hatte jedenfalls schnell reagiert und der Volkssolidarität das Stadtgärtnerei-Gelände am Hasenberg angeboten - wohlgemerkt, obwohl dort kein Baurecht besteht. Deshalb muss nun ein Bebauungsplan für das Sondergebiet aufgestellt werden.

Das segneten die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am Donnerstag ab. Vorher gab es gemäß der Forderung der Landesdirektion eine Variantenprüfung: Es wurden verschiedene andere Baustandorte in Leisnig geprüft. Diese mussten allerdings alle eine bestimmte Bedingung erfüllen: Im Umkreis von 400 Metern, also etwa fünf Gehminuten zu Fuß, muss das Helios-Krankenhaus erreichbar sein. Dennoch müsse in einem sehr ruhigen Bereich gebaut werden. Die Volkssolidarität möchte nämlich in der Einrichtung auch Palliativversorgung anbieten, was bedeutet: Dort werden Menschen aufgenommen, die mit einer schweren Krankheit ihrem Tod entgegensehen, die im Krankenhaus nicht bleiben, aber auch nicht mehr nach Hause gehen können.

Goth: "Letztlich haben wir verschiedene andere Standorte in Leisnig geprüft, sind aber wieder beim Hasenberg gelandet. Mit dem Bebauungsplan zum Sondergebiet möchten wir das Vorhaben in einem beschleunigten Verfahren auf den Weg bringen." Auf dem 9000 Quadratmetern großen Grundstück soll ein eingeschossiger Bau im Bungalow-Stil errichtet werden. Steffi Robak

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