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Leisnig bekommt neuen Sportplatz

Leisnig bekommt neuen Sportplatz

.Noch sind die Bauarbeiten zur Umgestaltung des alten Sportplatzes an der Linde in Leisnig voll im Gange, türmen sich Erd- und Sandberge auf, wo einst das alte Sozialhaus stand.

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Vom barrierefreien Sozialhaus haben Sportler künftig den Platz im Blick. Schüler, Lehrer und Schiedsrichter können sich auf 150 Quadratmetern umziehen. Grafik: Architekturbüro Zache

Quelle: abz architekturbüro zache gmbh

Vor zwei Wochen wurde es abgerissen. Heftige Regenfälle und schnell abfließendes Oberflächenwasser hatten im Juni 2013 die Sportanlage stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Sporthaus wies danach Risse auf. Das Fundament war wegen Unterspülungen und Absenkungen gefährdet. Bis spätestens Frühjahr 2016 soll der dann neu geplante Sportplatz samt frisch erbautem Sozialtrakt eröffnet werden und für die Schulen und Freizeitsportler saisonal nutzbar sein.

 

Bis dahin ist der Sportplatz wegen Bauarbeiten geschlossen und müssen die Schüler vor Ort auf die Karl-Zimmermann-Turnhalle ausweichen. Das gaben der Bürgermeister von Leisnig, Tobias Goth (CDU), Vertreter des zuständigen Bau- und Ordnungsamts sowie die zwei mit der Planung beauftragten Unternehmen Strabau-Projekt Leipzig und Zache bei einer Begehung des zirka 5000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Jahnstraße bekannt. Die Kosten, insgesamt 732 000 Euro - davon 390 000 für das neue Gebäude - werden über Fördermittel für die Beseitigung von Hochwasserschäden von Land und Bund finanziert.

 

Olaf Weidauer von der Strabau-Projekt Leipzig GmbH, zuständig für die Planung des Sportplatzes: "Es wird einen Hartplatz- und einen Rasenplatzbereich geben. Geplant sind zudem Nutzungseinheiten für das Kugelstoßen und Speerwerfen. Auch eine Weitsprunganlage ist vorgesehen. Die 100-Meter-Aschebahn bleibt erhalten. Das Gefälle wird aber beseitigt, damit die Kinder nicht wie bislang den Berg hochrennen müssen."

 

Die Bauarbeiten seien so weit vorangeschritten, dass mit der Erneuerung des Drainagesystems begonnen werden könne. Mit ihm wird Regenwasser aufgenommen, gesammelt und über ein System aus Leitungsrohren unterhalb des Platzes abgeführt. Darüber hinaus soll es sechs Parkplätze im Eingangsbereich sowie eine neue Toranlage plus Zaun geben. Die Flutlichtanlage bleibt, sie ist laut den Planern auf dem neuesten Stand. Der Sportplatz an der Linde bekommt ein neues Sozialgebäude mit insgesamt vier Umkleidekabinen auf einer Fläche von 150 Quadratmetern.

 

Oliver Zache vom Architekturbüro Zache: "Das Gebäude ist behindertengerecht, hat eine überdachte Terrasse zum Verschnaufen und bietet mit vier Umkleideräumen genügend Raum, damit sich zwei Schulklassen parallel umziehen können. Hinzu kommen sanitäre Anlagen, ein kombinierter Schiedsrichter- und Lehrerraum sowie ein Geräte- und Hausanschlussraum."

 

Der neue Standort des Sozialgebäudes sei weniger gefährdet, weil das Haus weg von der Böschung gerückt werde. Außerdem liege es gleich am Eingang zu der Sportanlage. Das verhindere lange Wege über die Aschebahn ins Gebäude. Dreck durch Straßenschuhe und damit auch Verunreinigungen der Aschebahn könnten damit reduziert werden. Die Genehmigung für den Bau des neuen Gebäudes wird innerhalb der nächsten drei Monaten erwartet.

 

© Kommentar

Kasel, Beatrice

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