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Leisnig im Jahr 2016: Wo muss es dieses Jahr vorwärts gehen?

Leisnig 2016 Leisnig im Jahr 2016: Wo muss es dieses Jahr vorwärts gehen?

2016 soll sich in Leisnig einiges weiter entwickeln, was im vergangenen Jahr angeschoben wurde. Den Freibadbetrieb behält die Stadt nun doch ein Eigenregie. Der Bauhof braucht dringend neue Technik, und an zwei Staatsstraßen soll gebaut werden. Das wünscht sich jedenfalls Bürgermeister Tobias Goth (CDU).

Junge Leute bestimmen auf ihre Weise in Leisnig mit: Im jährlichen Jugendstadtrat.

Quelle: Wolfgang Sens

Leisnig. Zum Neujahrsempfang wird Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) mit den Gästen im Schützenhaus gemeinsam auf das Jahr 2015 zurückblicken. Im Interview blickt er ein Stück in das Jahr 2016 voraus, denn einige Dinge, die im vergangenen Jahr angeschoben wurden beziehungsweise als kommunalepolitische Themen eine Rolle spielten, haben ihre Konsequenzen für 2016.

Herr Goth, momentan hat sich der Winter mit Eis und Schnee auf den Leisnigs Straßen eingestellt. Damit wird erneut die Fuhrparkausstattung des Leisniger Bauhofes zum Thema, die zuletzt Bauhofkoordinator Ralf Herrmann als dringend modernisierungsbedürftig bezeichnete. In welcher Form spielt das im Haushaltsplan für 2016 eine Rolle?

Ralf Herrmann koordiniert den Bauhof nun schon seit zwei Jahren und hat auch den entsprechenden Überblick über Fuhrpark und sonstige Technik. Zuletzt hatten sich die Ratsmitglieder im Rahmen einer Zusammenkunft des Technischen Ausschusses mit Herrn Herrmann auf dem Bauhof am Donnerberg getroffen, auch um sich über bauliche Voraussetzungen in Bild zu verschaffen. Herrmann stellte unter anderem eine Liste zusammen, was er an Technik für den Fuhrpark für notwendig hält. Darauf stehen unter anderem gleich mehrer Fahrzeuge. In den Haushaltsplan von 2016 wird davon schon einiges Eingang finden, manche Investitionen werden wir in den mittelfristigen Investitionsplan aufnehmen müssen.

Der Plan für 2016 steht derzeit noch gar nicht...

Die Orientierungsdaten dazu legte die Kämmerei im November vor, die Zahlen sind den Räten bekannt. Der Entwurf des Haushaltsplanes für 2016 wird im Verwaltungsausschuss im Februar erstmals vorgestellt, dann folgt noch die Auslegungsfrist. Wann mit dem Beschluss im Stadtrat zu rechnen ist, kann aus heutiger Sicht noch nicht gesagt werden.

Ein großer Wurf ist der Stadt im vergangenen Jahr mit der Sanierung des Freibades gelungen. In der ersten Saison hatte die Stadt die Regie über den Badbetrieb selbst übernommen, weil die erste Ausschreibung des Fremdbetriebes misslungen ist. Wird der Badbetrieb in diesem Jahr öffentlich ausgeschrieben?

Nach momentanen Erwägungen ist das nicht geplant. Das bedeutet, die Stadt wird den Badbetrieb in den Händen behalten, abgesehen von dem Imbiss. Nur die Versorgung wird in private Hände gegeben, die Kassierung beispielsweise nicht. Das ist ein organisatorisches Entwicklungsfeld, dem sich die Stadt widmen muss. Wie sinnvoll ein Kassenautomat ist, dazu bestehen zum Beispiel im Stadtrat unterschiedliche Auffassungen. Das muss in den kommenden Wochen erneut diskutiert werden.

Inwieweit erfüllte sich die Erwartung, nach der Sanierung lassen sich die Kosten für den Badbetrieb im Vergleich zum unsanierten Zustand senken?

Von den durchschnittlich jährlichen Kosten in Höhe von rund 160 000 Euro sind wir sicher ein Stück entfernt, schon deshalb, weil mit dem kleinen Becken weniger Wasserkosten anfallen. In der gegenwärtigen Konstellation mit Badbetrieb unter Stadtregie wird es günstiger, selbst wenn die Kosten derzeit noch höher liegen, als wir es uns vor der Sanierung vorgestellt haben. Für die nächste Saison muss nachjustiert werden.

Im vergangenen Jahr realisierte der Freistaat Sachsen mit dem Ausbau der S36 zwischen Leisnig und Hartha eins der umfangreichsten Projekte der Region. In welchen Größenordnungen steht der Straßenbau dieses Jahr auf der Agenda?

Zusammen mit dem Freistaat steht der weitere Ausbau der S44 im Fokus, von Brösen bis ins Tal zur Zöllnermühle. Damit wäre dieses Straßenstück bis zur Kreisgrenze komplett. Die S34 in Fischendorf, in der Kurve am AEL vorbei, liegt mir und den Stadträten seit Jahren am Herzen. Dort stehen stadtauswärts schon seit langem Warnbaken. Im vergangenen Jahr waren Vermessungsarbeiten zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass der Freistaat das in Angriff nimmt. In Kürze möchte ich mich dazu mit Bernd Sablotny zum Gespräch treffen, er ist Abteilungsleiter für Verkehr im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Wie sieht es mit kommunalen Straßenbaumaßnahmen aus?

Dort liegt in den kommenden zwei Jahren großes Gewicht auf den noch abzuarbeitenden Projekten aus der Hochwasserschadensbehebung. Die wird zu 100 Prozent vom Freistaat finanziert. Für den Abschluss steht eine Frist. Das bindet personelle und wegen der nötigen Vorfinanzierung finanzielle Ressourcen und hält die Stadtverwaltung beziehungsweise das Bauamt in Atem. Allein für die letzten 13 bestätigten Projekte würden zusätzlich zwei Millionen Euro vom Bund und vom Freistaat nach Leisnig fließen, wenn die Finanzierung gesichert werden kann.

Derzeit werden in Leisnig immer mehr Bauprojekte bekannt, mit denen Investoren und Bauherren auf ältere Menschen abgestimmte Wohnbedingungen schaffen. Hat Leisnig die jungen Leute abgeschrieben?

Nein, das kann man so nicht sagen. Mehrere Standorte stehen für Eigenheimbauer zur Verfügung, was teils bereits genutzt wird. Am früheren Bauhof am Eulenberg stehen zum Beispiel jetzt zwei Eigenheime. Gebaut werden kann im Baugebiet am Wasserturm am Breiten Rain sowie am Ochsengrund beziehungsweise der Chemnitzer Straße, wo sich ebenfalls schon etwas tut. Perspektivisch, weil es im Flächennutzungsplan so ausgewiesen ist, kann künftig auch in Minkwitz Siedlung gebaut werden, zudem unterhalb der Jahnstraße. In jüngster Zeit stelle ich fest, dass junge Leute gern in den ländlichen Ortsteilen entweder neu bauen oder sich Bausubstanz zum Wohnen umbauen und sanieren. Das freut mich natürlich sehr und es zeigt, dass die Region um Leisnig für junge Menschen attraktiv ist.

Von Steffi Robak

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