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Döbeln Leisnig kauft "Sächsischen Reiter" für 2500 Euro
Region Döbeln Leisnig kauft "Sächsischen Reiter" für 2500 Euro
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00:28 04.11.2015
Marode und gefährlich: Ein Teil des "Sächsischen Reiters" in Bockelwitz. Die Stadt will das Gebäude kaufen - alle Zeichen stehen auf Abriss. Quelle: Olaf Büchel
Leisnig

Zunehmend im Verfall begriffen, musste das Areal aus Sicherheitsgründen bereits abgesperrt werden: Das Dach senkt sich bedrohlich, eine Wand wölbt sich zur Straße hin. Von der Stadtverwaltung fährt regelmäßig jemand vorbei um zu kontrollieren, ob sich die Lage verschlechtert. Das Landratsamt habe nach den Worten von Bürgermeister Tobias Goth (CDU) bereits eine Ordnungs- und Duldungsverfügung an die in Thüringen lebende Eigentümerin geschickt. Eine Ersatzvornahme steht im Raum: Sorgen die Eigentümer nicht für Sicherheit, muss das die Bauordnungsbehörde beim Landkreis tun. Mit dem Grundstückskauf schafft die Stadt klare Verhältnisse. Das ermöglicht den ersten Schritt für ein schon länger anstehendes Projekt: Das Gelände vom "Sächsischen Reiter" ist der favorisierte Standort für ein neues Feuerwehrgerätehaus. Perspektivisch sollen Kameraden mehrerer bisheriger Bockelwitzer Ortswehren zusammengeschlossen werden.

Das deckt sich mit dem Feuerwehrbedarfsplan: Für die nördlichen Leisniger Dörfer und die Autobahn sind die Ausrückezeiten aus dem Leisniger Hauptgebäude zu lang. Zudem müssten mehrere Gerätehäuser auf den Dörfern saniert oder erneuert werden. Der "Sächsische Reiter" bietet sich für einen Neubau an, um alles an einer Stelle zusammen zu ziehen. Der Ankauf des alten Gasthofes - sollte das Gelände als Standort ins Kalkül gezogen werden - sei der erste Schritt in diese Richtung. Jedoch handelt es sich zunächst um eine Teilfläche, perspektivisch müsste über weitere Käufe angrenzender Grundstücke verhandelt werden, so Goth. Er verdeutlicht, in welchen Zeiträumen sich das Vorhaben bewegt: "Der 30. Oktober war beim Landratsamt der Stichtag für Anträge der Feuerwehrförderung für 2016. Das schaffen wir definitiv nicht, können einen Förderantrag für 2017 lediglich ins Auge fassen."

Ohne Förderung könne die Stadt definitiv nicht bauen. Erfahrungsgemäß würden mehr Anträge gestellt als das Geld reicht. Leisnig hat das Vorhaben dennoch fest im Blick: In Kürze sollen Gespräche mit einem Architekten aufgenommen werden für einen groben Vorentwurf. Es geht auch darum, einen Kostenrahmen abzustecken - unabhängig davon, wo das Gerätehaus einmal steht.

Steffi Robak

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