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Döbeln Esel geputzt: Pyramide läuft
Region Döbeln Esel geputzt: Pyramide läuft
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18:11 29.11.2018
Frank Nollau hat das Eselchen und alle anderen Figuren der Leisniger Weihnachtspyramide geputzt. Sonntag ist Treff zum Pyramiden-Anschieben. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Für Frank Nollau ist es jedes Jahr eine Art Geburtstagsgeschenk: Um den 23. November machen sich die Bauhofmitarbeiter von Leisnig bereit zum alljährlichen Aufstellen der großen Pyramide in der Kirchstraße. Am ersten Advents-Sonntag soll sie zum öffentlichen Pyramiden-Anschieben startklar sein. Am Donnerstag wurde zur Probe erstmals angedreht. Und siehe da: Sie läuft.

Schon zwanzigmal aufgebaut

Zusammen mit seinen Kollegen sorgt Frank Nollau dafür, dass die Stadtverwaltung am ersten Advents-Sonntag zum traditionellen Pyramiden-Anschieben einladen kann. „Zwanzigmal habe ich sie mittlerweile aufgestellt“, sagt der 61-Jährige. Sonntag Ab 16.30 Uhr sind auch dieses Jahr alle willkommen, die bei Glühwein, Bratwurst und Posaunenmusik dabei sein wollen.

Seit es sie gibt, hat der Bauhofmann sie unter seinen Fittichen, hält sie in Schuss, bringt sie alle Jahre wieder zum Laufen. Zu den Initiatoren und Akteuren, quasi den Pyramidenbauern von Leisnig, gehören jedoch viele, viele andere Mitwirkende. Für diesen Sonntag hat sie Nollau alle extra eingeladen.

Zu diesem Personenkreis gehört Heiner Stephan, vor zwanzig Jahren Bürgermeister von Leisnig. Er erzählt: „Pläne für eine große Pyramide hatte es in Leisnig schon in der DDR gegeben. Zu meiner Zeit als Bürgermeister lag das Projekt fertig in der Schublade. Es war jedoch in den angedachten Größenordnungen nicht umsetzbar.“

Noch voller Elan vom Riesenstiefel

Bestärkt durch die außerordentlich gut gelungene 950-Jahrfeier von Leisnig, zu welcher auch der zuvor heimlich gefertigte, weltgrößte Riesenstiefel erstmals öffentlich präsentiert wurde, hätten es die Leisniger gern und mit voller Elan mit dem nächsten Großprojekt aufgenommen.

„Mein Partner innerhalb der Stadtverwaltung war damals Eberhard Jäger vom Kulturamt“, erinnert sich Stephan. „Doch letztlich hatten bei der technischen Umsetzung viele absolute Fachleute ihren Anteil.“ Auch hätten damals viele Beteiligte konstruktive Vorschläge eingebracht

Entscheidung fiel nach Rundreise

Dem Bau ging unter anderem eine Sondierungsrundfahrt durch Sachsen voraus, in Städte unter anderem im Erzgebirge, wo derartig große Freiluftpyramiden existieren. So ähnlich wie in Mittweida sollte dann auch die Leisniger Pyramide werden. Die in Großweitzschen ansässige Firma Weber baute das Holzgestell, die Schindeln fürs Dach kamen vom Dachdeckermeister Klaus Benedix, Metallarbeiten steuerte die Schmiede von Klaus Mühlberg bei, die geschnitzten Figuren der Mittweidaer Holzbildhauer Enrico Kletke.

Die Organisation lief bei Kathrin und Jürgen Geilert zusammen. Vor allem, so Stephan, mussten Sponsoren gewonnen werden für die Finanzierung. Mehr als 30 000 Mark waren nötig. Zu Weihnachten 1998 drehte sich die Leisniger Pyramide zum ersten Mal.

Dieses Jahr kleines Feuerwerk

Am ersten Adventssonntag wird dieses Jahr ein Jubiläum gefeiert: Nollau holt die damaligen Akteure für ein Treffen im Stadtgut zusammen. Zuvor sind alle Leisniger zum Anschieben der Pyramide willkommen. 16.30 Uhr startet an der Burgbäckerei von Christian Münch, wo am Nachmittag alle zusammen backen können, der Lampionumzug in Begleitung eines Spielmannszugs in Richtung Kirchstraße.

17 Uhr spricht kurz Bürgermeister Tobias Goth, dann wird die Pyramide angeschoben. Dieses Jahr gibt es als Begleitung dazu etwas Feuerwerk. Zwei Tanzgruppen treten auf, und es spielt der Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde von Leisnig.

Von Steffi Robak

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