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Döbeln Leisnig sucht Knecht Ruprecht
Region Döbeln Leisnig sucht Knecht Ruprecht
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18:05 19.10.2017
Als Knecht Rupprecht unschlagbar, aber eben ab dieses Jahr nicht mehr als solcher Im Einsatz: Wolfgang Rölle will abgelöst werden. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Leisnig

Wolfgang Rölle fällt aus allen Wolken: „Was! Kein Weihnachtsmann dieses Jahr? Das kann ich gar nicht glauben!“ Seine alljährliche vorweihnachtliche Nebentätigkeit hat der wahrscheinlich Knecht Ruprecht von Leisnig im vergangenen Jahr in jüngere Hände abgegeben, stand nur zu einem Einsatz auf der Matte. Stattdessen hatte Jörn Hänseln vom Mittelsächsischen Kultursommer zwei der Knecht-Rupprecht-Termine übernommen. Für dieses Jahr stehe er zum Leisniger Weihnachtsmarkt jedoch nicht zur Verfügung, signalisierte Hänsel.

Vereine sind bereits informiert

In der jüngsten Zusammenkunft derer, die beim Weihnachtsmarkt tatkräftige Unterstützung leisten, wurde das erstmals bekannt. Das bestätigt Kerstin Otto. Die Leiterin der Stadtbibliothek hatte in der Vereinsrunde vom aktuellen Stand informiert. Seit Petra Müller, früher Leisniger Kulturamt, in den Ruhestand gegangen ist, wurden ihre Aufgaben an Kerstin Otto übertragen. Alles, was die Vorbereitung diverser Feste anbelangt, liegt nun in den Händen der Bücherei-Chefin.

In der Stadt macht nun die Runde: Na, wer wird wohl einspringen? Kann sich jetzt jeder bewerben, der Lust darauf hat? Oder darf jeder wen vorschlagen? Kerstin Otto bestätigt, dass für diese Rolle in diesem Jahr jemand gesucht werden muss. „Ich habe diese Bitte an den Carneval Club Leisnig weiter gegeben und denke, dort ist das auch in guten Händen“, sagt sie auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Sie ist überzeugt davon, dass sich auf diesem Wege die Lücke füllen lassen werde. Die zwei Schneemänner, die der Knecht Ruprecht von Leisnig jedes Jahr mit im Schlepptau hat, kämen schließlich auch vom CCL. Die Faschingsnarren sind also nicht allein karnevalserprobt, sondern müssen auch im Advent ihre Rollen gut spielen können.
Das in Leisnig jemand aus den Reihen der Narren diesen Part übernimmt, scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Jahrzehntelang hat es gut funktioniert. Rölle selbst kam zu dem Job einst wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde.

Nachdem sein Vorgänger in diesem Amte dies kurzfristig nicht mehr übernehmen konnte, hatte Kulturamtsleiter Eberhard Jäger einst bei Rölle nachgefragt, ob er zum Leisniger Weihnachtsmarkt im roten Mantel in Aktion treten könne.

Rölle ohne Sorge, dass es funktioniert

„Da war der Weihnachtsmarkt schon vom Marktplatz an die Kirche gezogen“, erinnert sich der heute 63-Jährige, hat das Jahr allerdings nicht mehr konkret im Kopf. Ihm habe es nun am Herzen gelegen, diese Aufgabe nahtlos in jüngere Hände zu übergeben. Für ihm habe das auch schon im vergangenen Jahr fest gestanden und in Jörn Hänsel habe er auch jemanden gefunden, der das Zeug dazu hat.

„Da das im vergangenen Jahr schon gut lief, ging ich auch davon aus, dass das weiterhin so gut klappen wird“, sagt Rölle. Auch seine Aufgabe als Büttenredner hatte er schließlich an einen jüngeren Nachfolger abgegeben, nicht ohne sich zu vergewissern, ob diese gut weitergeführt wird. Jedenfalls habe er sich sowohl da als dort die nötige Kontinuität gewünscht, damit es reibungslos ablaufen kann. „Ich habe keine Sorge, dass Kerstin Otto das bis Anfang Dezember noch in aller Ruhe auf die Reihe bekommt.“

Von Steffi Robak

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