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Döbeln Dürre macht Wasser knapp und hart
Region Döbeln Dürre macht Wasser knapp und hart
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18:27 10.10.2018
Nicht mehr aus Paudritzsch, sondern aus der Jahna-Aue bei Döbeln kommt jetzt das Trinkwasser für einige Orte um Leisnig und Hartha. Das Wasser ist doppelt so hart. Quelle: picture alliance / ZB
Leisnig/Paudritzsch

Das Trinkwassereinzugsgebiet um das Wasserwerk Paudritzsch liefert nicht mehr genug Wasser: Der Grundwasserspiegel ist extrem gesunken. Auslöser dafür ist die seit Monaten anhaltende Trockenheit. Nun muss die Trinkwasserversorgung für einzelne Ortsteile von Leisnig und Hartha umgestellt werden.

Trockenheit fordert ihren Tribut

Die Einwohner von Wendishain und Laschka, Ortsteile von Hartha, bekommen deshalb ihr Trinkwasser jetzt aus den Wasserfassungen in der Jahna-Aue. Bisher kam es aus dem Wasserwerk Paudritzsch. Das trifft zudem auf die Leisniger Ortsteile Minkwitz und Meinitz zu. Die anhaltende Trockenheit des Sommers fordert ihren Tribut.

Wasserwerk in Mulden-Aue gibt nicht genug her

„Dadurch“, erklärt Siegmar Rüdrich, Gruppenleiter bei der Oewa Wasser und Abwasser GmbH, „kommt das Wasserwerk Paudritzsch an seine Kapazitätsgrenze.“ Erst nach einer längeren Regenzeit oder reichlich Schnee könne sich der Grundwasserspiegel im Brunnen-Einzugsgebiet Paudritzsch beziehungsweise Leisnig stabilisieren. Ist das der Fall, würden die Verbraucher wieder mit Trinkwasser aus Paudritzsch versorgt. Wann, könne man noch nicht sagen.

Wasser ohne bedenken trinkbar

„An der Qualität des verteilten Trinkwassers hat sich überhaupt nichts verändert. Alle Parameter entsprechen der Trinkwasserverordnung, so dass das Wasser wie gewohnt ohne Bedenken direkt zu Hause aus dem Wasserhahn gezapft werden kann“, sagt Siegmar Rüdrich von der Oewa. Das Unternehmen ist im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz unter anderem für die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Wassers zuständig.

Qualität als Lebensmittel unbeeinflusst

Eine Veränderung hat sich durch die Umstellung dennoch ergeben: Das Wasser aus der Jahna-Aue ist mit 30°dH (Grad deutscher Härte) härter als das aus dem Wasserwerk Paudritzsch mit einem Wert von 14,5. Bei den Härtebereichen wird gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz nach drei Härtebereichen unterschieden: weich, mittel und hart. Sowohl das Wasser aus der Jahna-Aue als auch aus Paudritzsch gilt als hart. Die Härte des Wassers, betont Siegmar Rüdrich, habe allerdings nicht mit der Qualität des Lebensmittels Nummer 1 zu tun.

Von Steffi Robak

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