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Döbeln Leisnig verdient 20 000 Euro mit Parkern und Falschparkern
Region Döbeln Leisnig verdient 20 000 Euro mit Parkern und Falschparkern
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00:09 17.12.2011
Das eine Auto darf dort parken (rechts), das andere eben nicht. Während mit der Kreissparkasse Döbeln eine Vereinbarung getroffen wurde, dass Autos des Geldinstitutes hier stehen dürfen, ist es für alle anderen eine Ordnungswidrigkeit. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Das sah in den vergangenen Jahren anders aus. Vor allem wegen vermindertem Personaleinsatz im Vollzugsdienst war es gar nicht mehr möglich, alle Parksünder, die es verdient hätten, mit einem Strafzettel zu bedenken. Ein Teil der Erlöse, die aus dem ruhenden Verkehr gezogen werden, kommt eben auch von diesen Strafzetteln. "Doch durch lange Krankheit und auch, weil eine Arbeitskraft in den Ruhestand ging, kamen wir nicht mehr ringsrum", so Bürgermeister Tobias Goth (CDU). "Das war mit dem vorhandenen Personal nicht mehr kompensierbar."

Zudem wurde viel Kritik laut, das Ordnungsamt und dessen Mitarbeiter seien nicht mehr präsent genug. Seit Juni 2011 ist nun eine Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Bockelwitz in den Vollzugsdienst in Leisnig integriert. Diese Umsetzung ist auch verbunden mit der Eingemeindung von Bockelwitz nach Leisnig.

Goth: "Für die Zukunft wird darüber nachgedacht, die Einsatzzeiten im Vollzugsdienst des Ordnungsamtes zeitlich zu versetzen. Davon versprechen wir uns eine höhere Präsenz der Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Stadt."

Nach wie vor wird an bestimmten Schwerpunkten im Stadtgebiet Leisnig stärker kontrolliert. Dazu gehören die Straßen rund um das Helios-Krankenhaus, das Umfeld der Schulen und die Straßen im Bereich der Altstadt. Eine Stelle, wo fortgesetzt falsch geparkt wird, befindet sich vor den Pollern am Eingang zur Sparkasse. Dort darf nicht geparkt werden, weil die Zufahrt zur Löschwasserzisterne frei bleiben muss. Die Poller einfach ein Stück in Richtung Chemnitzer Straße zu versetzen, funktioniert nicht, so Goth. Vor der Sparkasse sollen Fahrzeuge des Geldinstitutes parken dürfen, unter anderem Geldtransporter. Dafür existiere auch eine Vereinbarung mit der Sparkasse. Jeder andere Autofahrer, der dort sein Fahrzeug abstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Nach den Worten des Bürgermeisters werde aber auch dann verstärkt kontrolliert, wenn größere Feste anstehen. Probleme mit dem Parken würden immer wieder in Klosterbuch auftreten, wenn Bauernmarkt ist oder andere Großveranstaltungen viele Leute in den Leisniger Ortsteil locken. Auch wenn der Förderverein des Klosters auf dem Parkplatz gegen Bezahlung Parkfläche anbietet, versuchen nicht wenige Autofahrer, auf andere Fläche auszuweichen. Das wird dann geahndet.

Während die Einnahmen für das Parken oder Falschparken im Jahr 2009 noch fünfstellig waren, sanken sie 2010 erheblich. Statt vorher 12 000 Euro flossen nur noch 8000 Euro aus Parkgebühren und Strafzetteln ins Stadtsäckel. Mit dem aktuellen Betrag von etwa 20 000 Euro stellt sich nun ein Betrag ein, mit dem sich wirklich rechnen lasse. Die Leisniger Bürger steuern ihren Teil dazu nicht nur durch falsches Parken bei. Die Parkkarten zum Dauerparken auf den großen innenstadtnahen Parkplätzen werden sehr gut angenommen. Es wollen noch mehr Anlieger eine solche Dauerparkkarte haben, als es in der Satzung ursprünglich festgelegt war. Steffi Robak

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