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Döbeln Leisnig will Lutherbuche retten
Region Döbeln Leisnig will Lutherbuche retten
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14:50 12.09.2018
Leisnigs Lutherbuche ist erhaltenswert. Ihr Wurzelwerk muss jedoch belüftet werden. Quelle: Sven Bartsch
Leisnig

 Heute geht die Rettung der Leisniger Lutherbuche in die nächste Phase: Im Technischen Ausschuss wird öffentlich über die Stellungnahme eines Fachmanns berichtet. Dr. Henrik Weiß vom Dresdener Büro Baum und Landschaft, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger unter anderem für Baumsanierung und Bewertung der Verkehrssicherheit von Bäumen, bescheinigt der Buche eine so starke Vitalität, dass sich Bemühungen um ihre Erhaltung lohnen.

Zuletzt stand zur Debatte, der Baum solle unter Umständen gefällt werden. Der Grund: Teile der Krone sind abgestorben. Fallen Äste auf den Kirchplatz und damit in den öffentlichen Raum, könnte dies Menschen gefährden. Diese Nachricht sorgte unter den Leisnigern für große Empörung. Bürger überwiesen Geld an den Heimatverein für die Baumrettung. „Aus diesen Spenden der Leisniger Bürger wurde die Stellungnahme des Sachverständigen finanziert“, sagt Uwe Reichel, Vorsitzender vom Geschichts- und Heimatverein Leisnig. Das Geld sei damit aufgebraucht.

Jetzt stehen die Zeichen auf Rettung des Baums. Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) informiert am Donnerstag in öffentlicher Sitzung die Ratsmitglieder vom Technischen Ausschuss sowie interessierte Bürger über das Gutachten. Wie dabei verfahren wird, ist nach den Worten von Uwe Reichel bisher offen, insbesondere die Finanzierung. Eigentümer des Baumes ist die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde. Reichel: „Gespräche mit Vertretern der Kirchgemeinde, der Stadtverwaltung sowie des Vereins hat es bereits gegeben. Sie waren konstruktiv. Auf eine konkrete Vorgehensweise haben wir uns noch nicht verständigt.“ Reichel arbeitet im Technischen Ausschuss als sachkundiger Bürger mit.

Der Baumsachverständige Hendrik Weiß unterbreitete den Leisnigen den Vorschlag, zunächst den Boden um die Buche zu belüften. Reichel: „Durch Fußgänger und auch fahrende sowie geparkte Autos ist generell die Erde um die Bäume am Kirchplatz stark verdichtet. Mittels Pressluftlanze kann der Boden um die Buche gelockert werden. Luft sowie aus Regenwasser gelangen dann wieder in ausreichendem Maße an das Wurzelwerk.“

Was eine solche Aktion kostet, stehe derzeit nicht fest und auch nicht, wer sich in welcher Form an der Finanzierung beteiligt. Der Geschichts- und Heimatverein startete zum jüngsten Burg- und Altstadtfest eine neue Spendenaktion. Bürger, die sich weiterhin für den Baum einsetzen möchten, können die Rettungsaktion finanziell mit einer Spende unterstützen.

Die 135 Jahre alte Leisniger Lutherbuche ist erhaltenswert. Wer sich davon überzeugen möchte, kann im Leisniger Rathaus in das Gutachten Einsicht nehmen. In der Sitzung vom Technischen Ausschuss wird darauf eingegangen. Neben diversen Bauangelegenheiten und -anträgen steht als weiterer wichtiger Punkt die künftige Verkehrsführung am Lindenplatz auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt 18 Uhr im Sitzungssaal vom Leisniger Rathaus.

Von Steffi Robak

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