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Döbeln Leisnig würdigt seine Widerstandskämpfer
Region Döbeln Leisnig würdigt seine Widerstandskämpfer
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11:55 19.05.2015
Vertreter aus Politik und des Geschichts- und Heimatvereins Leisnig inklusive Siegfried Bretsch (Vorsitzender, 2.v.l.) bei der Eröffnung der Ausstellung. Quelle: S. Bartsch

Zu den Informationstafeln um Widerstandskämpfer und führenden Kopf des Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944, Friedrich Olbricht, kamen nun drei weitere Tafeln mit Leisniger Widerstandskämpfern hinzu. Die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus bot den würdigen Rahmen für das Gedenken an Pfarrer Johannes Schanz, die SPD-Männer Kurt Keller, Max Schatz und Walter Perwitzschkys sowie an Otto Schuricht, welcher der KPD angehörte.

Rathauschef Goth sagte: "Es war ein sinnloser und furchtbarer Krieg, der mit dem Tag der Befreiung sein Ende fand. Wir gedenken den Befreiern, den Widerstandskämpfern und natürlich der Toten. Das Kriegsende bedeutete aber auch einen Aufbruch in eine neue Zeit." Bretsch betonte die Wichtigkeit verantwortungsvollen Denkens, denn nur dieses "führt zu Veränderungen und Neuerung, auch wenn es von schmerzlichen Konsequenzen begleitet wird". Widerstand, so Bretsch weiter, sei eben auch im bürgerlichen, christlichen oder parteilichen Kontext geleistet worden: "Und auch dieser Widerstand bedarf der Würdigung." Seit Anfang des Jahres bemühten sich Vereinsmitglieder um die Erstellung der Tafeln und erhielten dafür auch zahlreiche Informationen aus der Bevölkerung, welche nicht alle auf die Info-Tafeln passten. Es sei noch zu überlegen, was damit wird. Bis auf weiteres ist die Schau im Rathaus zu sehen. Es gäbe zudem auch den Gedanken, in der Burg Mildenstein anzufragen, um sie dort eventuell abschließend aufzunehmen.

Besonders bewegt zeigte sich Egon Stelzner aus Freiberg: Max Schatz war dessen Großvater und Kurt Keller der Onkel. "Das Wirken dieser Männer hinterließ in unserer Familie Spuren", betont der damals Elfjährige, der oft in der großväterlichen Gastwirtschaft "Neue Sorge" zu Besuch war. Stelzner konnte einige Dokumente beisteuern - darunter eine Rechnung für die Unterbringung im Konzentrationslager. "Der Staat wirkte damals diktatorisch auf viele Menschenleben ein. Das muss man sich vorstellen, die Leute wurden eingesperrt und mussten dafür noch bezahlen", schüttelt der mittlerweile 79-Jährige heute den Kopf.

Natasha Allner

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