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Leisniger Bahnhof steht wieder zum Verkauf

Konzept Burnout-Zentrum gescheitert Leisniger Bahnhof steht wieder zum Verkauf

Vor zwei Jahren kaufte der Schweizer Erwin Feurer den Leisniger Bahnhof, um seine Vision eines Zentrums zur Bekämpfung des Burnout-Syndroms zu verwirklichen. Doch weder Fördermittel noch die breite Leisniger Gesellschaft ließen sich zur Unterstützung akquirieren. Jetzt will die Stadt bei der Käufersuche helfen.

Trostlos gibt sich der Leisniger Bahnhof von außen. Ob jemals wieder Leben einzieht, ist fraglich.

Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)

Leisnig. „Bahnhof in Leisnig zu kaufen!“ – so wirbt die Leisniger Stadtverwaltung derzeit auf ihrer Internetseite für das große Gebäude in der Unterstadt, das seit dem Rückzug der Deutschen Bahn leer steht. Dabei hatte es eine kleine Hoffnung auf Besserung gegeben, als der Schweizer Erwin Feurer das denkmalgeschützte Haus 2014 gekauft und offensiv für eine neue Nutzung eingetreten war. Ein Zentrum zur Bekämpfung des Burnout-Syndroms und weitere Ideen hatte der Investor für den Bahnhof im Sinn. Eineinhalb Jahre später hat er das Projekt aufgegeben. „Aus verschiedenen Gründen“, so schreibt die Stadtverwaltung, gebe Feurer das Gelände auf. Der Noch-Besitzer mochte sich auf DAZ-Nachfrage nicht weiter zu den Hintergründen äußern.

Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) hat eine Ahnung, woran es hakte. „Es ist nicht gelungen, hier ein Netzwerk aufzubauen. Das jedoch war der Grundgedanke für die finanzielle und inhaltliche Ausgestaltung. Herr Feurer hat leider keine Million Euro mitgebracht, sondern nur ein bisschen was. Und geplante Förderprojekte waren leider auch nicht zu realisieren“, erklärt das Stadtoberhaupt.

Enttäuscht sei man, weil Feurer der erste Besitzer nach der Deutschen Bahn war, der im Bahnhof etwas bewegte. „Er hat dort aufgeräumt und sauber gemacht, Mobiliar ins Erdgeschoss gestellt und am Westteil des Gebäudes den Balkon eingerüstet und einen Nässeschaden beseitigt“, zählt Goth auf. „Wir waren froh, dass es dort los ging.“

Auch Bahnfreund Andreas Riethig hatte große Hoffnungen in Erwin Feurer gesetzt. Der Investor habe seine Ideen nicht richtig präsentiert, zum Beispiel beim Tag des offenen Denkmals. Zudem sei die Resonanz der Leisniger nicht so gewesen wie erhofft. Ein geplantes gemeinsames Buch über den Bahnhof werde nun nicht entstehen können.

Nun geht die Suche nach einem Käufer von vorn los. „Die Kommune ist nicht in der Lage, den Bahnhof zu erwerben“, stellt Tobias Goth klar. Doch man wolle Feurer bei der Käufersuche helfen. Dass das Objekt jetzt nach dem Aufräumen attraktiver geworden sei, glaubt der Bürgermeister indes nicht. „Der Bahnhof liegt an der Peripherie der Stadt, steht unter Denkmalschutz, wurde nie grundlegend saniert. Das wird sehr schwierig. Ich weiß nicht, ob da schnell ein Interessent mit einer zündenden Idee kommt. So einer war ja Herr Feurer.“ Doch egal wie lange es dauert, einen Abriss oder Teilabriss wie in Waldheim werde es nicht geben. „Wir haben schon einige denkmalgeschützte Gebäude wie die Zigarettenfabrik abgerissen, da war es schade drum. Die vorhanden Bausubstanz wollen wir auf jeden Fall erhalten“, betont Goth.

Von Sebastian Fink

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