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Döbeln Leisniger Bluttat beschäftigt Bundesgerichtshof
Region Döbeln Leisniger Bluttat beschäftigt Bundesgerichtshof
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Der Bundesgerichtshof prüft demnächst die Revision gegen Urteil des Leisniger Messerstechers. Quelle: Archiv
Leisnig/Chemnitz/Leipzig

Die tödliche Messerattacke von Leisnig wird ein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Die Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Chemnitz hatte den 25-Jährigen Christoph H. des Totschlags im minder schweren schuldig gesprochen und eine siebenjährige Freiheitsstrafe verhängt. „Gegen das Urteil hat die Verteidigung des Angeklagten Revision eingelegt“, informiert Marika Lang, Richterin am Landgericht und dessen Pressesprecherin, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Innerhalb von vier Wochen muss die Kammer nun das Urteil schriftlich begründen. Auf diese schriftliche Begründung stützt sich dann der Revisionsantrag. Diesen prüft der 5. Strafsenat des BGH, der in Leipzig sitzt.

Die Richter des Senats untersuchen dann, ob das Urteil der Chemnitzer Schwurgerichtskammer Rechtsfehler enthält. Sollte der Senat dies feststellen, verweist er die Sache an eine andere Große Strafkammer des Chemnitzer- oder an die eines anderen Landgerichtes in Sachsen. Diese Kammer verhandelt dann erneut, erhebt alle Beweise und urteilt. Sollte der BGH das Urteil für fehlerfrei befinden, verwirft er die Revision. Dann wäre der Chemnitzer Richterspruch rechtskräftig.

Christoph H. hatte zwei Verteidiger, den Leipziger Rechtsanwalt Andreas Meschkat und die Pirnaer Advokatin Fanny Schmidt. Beide haben laut Presserichterin Lang Revision eingelegt. Im Prozess gegen Christoph H. hatte Andreas Meschkat auf Totschlag im minder schweren Fall plädiert und eine fünfjährige Haftstrafe gefordert. Rechtsanwältin Schmidt hatte beantragt, ihren Mandanten vom Tatvorwurf des Totschlags freizusprechen, weil H. in Notwehr gehandelt habe. Der Getötete war H. vor der Bluttat verbal und körperlich angegangen. Mehrere Zeugen hatten von einer Schubserei berichtet. Deswegen habe H. Angst bekommen, überreagiert und zum Messer gegriffen. Es habe ein Notwehrexzess vorgelegen, argumentierte die Verteidigerin. Dieser ist nicht strafbar. Sie forderte, ihren Mandanten lediglich zu einer Geldstrafe wegen eines Waffenvergehens zu verurteilen. Christoph H. hatte den 53-jährigen Mitarbeiter des Leisniger Bauhofes mit einem verbotenen Butterflymesser erstochen, das er sich von einem Kirchenausflug aus Frankreich mitgebracht hatte.

Das Opfer war H. wegen eines Hundes angegangen. Diesen Vierbeiner betreute H., wenn der Halter des Tieres keine Zeit hatte. Durch Gerüchte hat der 53-Jährige erfahren, das H. den Hund misshandelt habe.

Von Dirk Wurzel

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