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Döbeln Leisniger Brandschutz-Probleme
Region Döbeln Leisniger Brandschutz-Probleme
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19:46 03.04.2012

Erstmals wurden Kameraden beider Wehren gemeinsam für ihr verdienstvolles Wirken geehrt. Nun begibt sich das Thema Feuerwehr wieder in die Mühen der Ebene.

Trotz aller Einsatzbereitschaft der vorhandenen Feuerwehrleute gibt es hinten und vorn nicht mehr wegzudiskutierende Engpässe bei der Abdeckungen mit Brandschutz. "Das liegt definitiv nicht an den Feuerwehrleuten", stellt Uwe Dietrich vom Leisniger Ordnungsamt klar.

Er räumt mit der Vermutung auf, dass die neue Großgemeinde Leisnig von diesem Manko erst mit der Eingemeindung von Bockelwitz sozusagen hinterrücks erschlagen worden sein könnte: "Das Problem hatten wir als Leisniger vorher schon im Scheergrund. Dort sind teilweise die Feuerwehrleute aus Großweitzschen eher zur Stelle als die Leisniger selbst."

Insgesamt laufe trotz der Personalengpässe für Leisnig alles gerade noch so gesetzeskonform: Zu 80 Prozent ist das Territorium abgedeckt. Mit Randgebieten von Bockelwitz wie Börtewitz, sieht es anders aus. Dietrich: "Die Ausrückzeiten sind nicht zu schaffen. Wir werden aber kein neues Feuerwehrgerätehaus bauen können. Zumal wir um Börtewitz auch kein personelles Potenzial an Feuerwehrleuten haben", sagt er realistisch. Die Alternative? Zweckvereinbarungen mit Nachbarkommunen. So etwas müsse für den neuen Brandschutzbedarfsplan geklärt werden. Und den erstellen für die neue Gesamtwehr nicht die Leisniger und Bockelwitzer, sondern ein externes Unternehmen. "Der Bedarfsplan legt definitiv Probleme offen. Deshalb ist es günstiger, wenn hier ein externer Bewerter heran geht." Derzeit holt Dietrich Angebote ein, unter anderem von dem Unternehmen, das den Brandschutzbedarfsplan für Döbeln erstellte.

Bezüglich des neuen Fahrzeuges für Brösen/Gorschmitz wartet Dietrich immer noch auf den positiven Förderbescheid. Trotz der zuversichtlichen Worte am Freitag will er erst etwas Schriftliches vorliegen haben, und dafür wiederum verlangen die fördernden Behörden noch ein paar formelle Voraussetzungen. 200 000 Euro, über zwei Jahre verteilt, sind aus dem laufenden Stadthaushalt aufzubringen, und der Haushaltsplan für 2012 steht noch nicht. Es soll ein LF 10/6 wie in Wiesenthal werden. Wasser muss drauf sein, denn gerade für den Einsatz im ländlichen Bereich wird das dringender gebraucht als in der Stadt, wo ein Hydrant aus dem Trinkwassernetz noch genug hergibt. Auf dem Land stehen die Zeichen auf Leitungsquerschnitts- und Druckminderung. Da muss ein Feuerwehrfahrzeug schon Löschwasser mitbringen. Steffi Robak

-Standpunkt, Seite 13

❏ Für 60 Jahre in der Feuerwehr: Kurt Sommerfeld von der Abteilung Brösen/Gorschmitz sowie Peter Müller, Leisnig.

❏ Für 50 Jahre in der Feuerwehr: Karl Hänsel, Abteilung Naundorf.

❏ Für langjährige Tätigkeit als Mitglied der Wehrleitung Ehrung durch den Bürgermeister: Joachim Patzsch, Brösen/Gorschmitz; Horst Schubert, Meinitz.

❏ Ehrung für besonders aktive Tätigkeit im Jahr 2011: Elke Reichert und Frank Irmscher, Abteilung Brösen/Gorschmitz; Veronika Gentzsch, Ulrich Kellner, Leisnig; Frank Roßberg und Walter,Ziegenbalg von der Abteilung Minkwitz; Uwe Pönisch, Herbert Zimmer von der Abteilung Meinitz; Benny Wankmüller und Mario Näther von der Abteilung Wiesenthal.

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