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Leisniger Frauenhandball in Existenznot – Trainergespann bemüht sich um Nachwuchs

Zukunft ungewiss Leisniger Frauenhandball in Existenznot – Trainergespann bemüht sich um Nachwuchs

Steht der Leisniger Frauenhandball vor dem Aus? Wo letzte Saison die Handballerinnen noch um Punkte kämpften, kämpfen sie heute – eine Saison später – um Nachwuchs. Die Mädchen der D-Jugend sind seit der aktuellen Saison die einzige aktive Frauenmannschaft des SV Leisnig, doch ist die Zukunft für sie ungewiss.

René Gentzsch, Christin Rost, Michael Saupe (unten, v.l.n.r.) und Stefanie Reiche (oben, Mitte) trainieren derzeit den Nachwuchs beim SV Leisnig.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  Steht der Frauenhandball in Leisnig vor dem Aus? Das Ende der letzten Saison war gleichzeitig auch das Ende der Frauenhandballmannschaft des SV Leisnig. Jahrelang war der Frauenhandball fester Bestandteil des Vereins. Um die vergangene Saison zumindest beenden zu können, holte man sich zum Schluss Ehemalige ins Boot. Mit zehn Frauen auf dem Feld in die letzten Spiele der Bezirksliga – da durfte keiner ausfallen. Auf die Frage, ob es sich dabei nur um eine vorübergehende Pause handelt, fiel die Antwort von E-Jugend-Trainerin Stefanie Reiche, die selbst in Leisnig spielte, weniger optimistisch aus. Im Alter von 16 oder 18 Jahren sind die Mädchen mit der Schule fertig und beginnen eine Ausbildung oder ein Studium, ziehen oft in andere Städte. Andere haben Kinder bekommen, da bleibt nicht viel Zeit, um zweimal die Woche zu trainieren oder jedes zweite Wochenende Punktspiele zu bestreiten, die teilweise auswärts stattfinden. Trotzdem trifft sich die sogenannte „Hausfrauenmannschaft“ immer noch jeden Donnerstag um 20 Uhr in der Leisniger Karl-Zimmermann-Sporthalle, da keiner von ihnen das Handballspielen komplett an den Nagel hängen möchte.

15 Mädchen bestreiten ihre erste Punktspielsaison

Stefanie Reiche erklärt das Hauptproblem des Vereins: Der Nachwuchs fehlt. In der D-Jugend spielen derzeit 15 Mädchen im Alter von zehn bis 13 Jahren. Trainiert wird die Mannschaft von Christin Rost, Michael Saupe und René Gentzsch. Die Mannschaft bestreitet zur Zeit ihre erste Saison im Punktspielbereich. Die Hinrunde ist mittlerweile beendet und die Mädchen starten am Sonntag, 28. Februar, gegen Leipzig in die Rückrunde. Ein Testspiel am 20. Februar gegen Oschatz um 15.30 Uhr in Leisnig soll die Mädchen mit viel Spaß auf die kommende Rückrunde vorbereiten.

Noch sechs Mal gehen die Mädchen zweimal 20 Minuten für diese Saison auf das Parkett. Fleißig und mit viel Spaß trainieren sie zweimal die Woche – immer mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr und freitags von 15.45 bis 17.15 Uhr. Auch die elterliche Unterstützung ist hoch, erzählt Stefanie Reiche. Mit Kuchenbasaren wird die Vereinskasse ein wenig aufgestockt und bei Auswärtsspielen werden die Sprösslinge kräftig unterstützt. Bei jedem Tor wird heftigst geklatscht und bei jedem Foul angemessen gebuht.

Ausbildung für Trainer in Planung

Auch der Verein lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Mitglieder einfallen. So wurde im November vergangenen Jahres ein Herbstfest veranstaltet. Ein Trainingslager Ende August wurde für die Mädchen der D-Jugend in Kooperation mit der HSG Neudorf-Döbeln organisiert. Dabei hielten die Nachwuchshandballerinnen ihre Trainer ganz schön auf Trapp. Wo die Erwachsenen gerne eine Mittagsruhe gehabt hätten, standen die Mädchen schon wieder auf dem Spielfeld und fragten wann es weiter geht. Doch nicht nur der Spaß am Spiel wurde dadurch gefördert, sondern auch der Zusammenhalt im Team. Um die Mädchen in Zukunft noch besser unterrichten und unterstützen zu können, wollen die Trainer allesamt eine entsprechende Ausbildung absolvieren.

Nachwuchsspielerinnen werden dringend gesucht

Trotz aller Bemühungen der Mädchen und Trainer steht der Frauen- und Mädchenhandball unter einem negativen Stern: Nicht alle Mädchen der D-Jugend können zum Spielen auf das Feld – aufgrund ihres Alters. Und es gibt keine C-Jugend mehr, in die sie nachrücken könnten, weiß Stefanie Reiche.

Nächstes Jahr wird die Lage noch schwieriger, weil noch mehr Mädchen in die C-Jugend nachrücken müssten, aber keine vollständige Mannschaft zusammenkommt. Eine Kooperation mit Döbeln oder Waldheim wäre eine Option, doch ist dabei noch nichts Festes unter Dach und Fach. Auch wird es für die Mädchen schwierig, wenn sie in Leisnig leben, aber zum Training nach Döbeln müssten, wirft die Trainerin ein. Immerhin: In den Startlöchern stehen einige Nachwuchsspieler. Die E-Jugend, in der Erst- und Zweitklässler trainieren, geht zur Zeit nur mit zehn Kindern aufs Feld. Die Mannschaft besteht aus fünf Mädchen und fünf Jungen. Positiver steht es um die Spielerzahlen bei den Jüngsten. Zwölf Kinder sind es in der Mannschaft schon. Trainiert werden sie montags von 15.45 bis 16.45 Uhr in der Zimmermann-Sporthalle von Marcus Rost, Karin Fritsche und Ute Lehmann.

Von Pamela Geißler

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