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Döbeln Leisniger Jugendliche stimmen selber ab
Region Döbeln Leisniger Jugendliche stimmen selber ab
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17:06 01.03.2016
In Leisnig tagte der Jugendstadtrat. Quelle: Steffi Robak
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Leisnig

Das Klischee von der angeblich politisch desinteressierten Jugend hat sich in Leisnig als unrichtig erwiesen: In der Sitzung des Jugendstadtrates haben die Zehntklässler aus der Peter-Apian-Oberschule bewiesen, dass sie durchaus wissen und auch mitbestimmen wollen, was in ihrer Stadt geschieht. Insgesamt sechs Ratsfraktionen haben die Schüler dafür gebildet und sich im Vorfeld von den echten Ratsvertretern das Rüstzeug dafür geholt, wie Demokratie in einem Parlament funktioniert – und wie man sich möglichst diplomatisch auf diesem Parkett bewegt um, auch etwas zu erreichen. Für die Zehntklässler handelt es sich bei dem Jugendstadtrat um einen Teil des Gemeinschaftskundeunterrichts. Unterstützt werden sie dabei von der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Schon für die Vorarbeit, sozusagen ihre Fraktionssitzungen haben die Schüler ihre eigenen Parteien gegründet. Diese bildeten auch die Fraktionen im Jugendstadtrat. Dabei steht das Thema „Jugend“ bereits in den Bezeichnungen der Parteien ganz groß im Vordergrund. Die jungen Leute nennen ihre Fraktionen „Jugendvereinigung“, „Fraktion der Schüler“, „Jugend für Leisnig“, „Jugendpartei Leisnig“, „Bündnis Leisnig“ und „New Kids Leisnig“ – junge Politik ist also Programm.

In ihren Anfragen und Anträgen geht es genau um die Dinge, die junge Leute in ihrem Alltag bewegen oder die ihre Schulangelegenheiten unmittelbar betreffen. So wird von der Stadt verlangt, sich für den Erhalt von Zugverbindungen einzusetzen, es geht um die Computerausstattung der Schule oder auch generell um die Haushaltssituation der Stadt. Ganz konkret wurde von der Stadtverwaltung gefordert, das sich zum Beispiel die Situation auf den Schultoiletten verbessern müsse. Die Instandhaltung von Türen, Wasserhähnen und des elektrischen Lichts solle die Stadt nach Ansicht der Schüler besser im Auge behalten. Zudem sei in der Schule die Leistung des Internets zu schwach für die Vielzahl der angeschlossen Rechner, einige Computer, Bildschirme und Betriebssysteme veraltet . Außerdem seien Tische und Stühle heruntergekommen und zu niedrig für größere Personen.

Mit diesen und weiteren Anträgen seitens der Schüler werden sich die Stadtverwaltung und auch die tatsächlichen Ratsmitglieder in den kommenden Wochen befassen oder haben dies bereits im Vorfeld des Jugendstadtrates getan, so Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU).

Von Steffi Robak

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