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Leisniger Kulturbund feiert 70. Jubiläum – Ehrenurkunde für Carla Lichtenstein

Peter-Apian-Oberschule Leisniger Kulturbund feiert 70. Jubiläum – Ehrenurkunde für Carla Lichtenstein

Der Kulturbund Leisnig feierte mit einer großen Festveranstaltung seinen 70. Geburtstag in der Aula der Peter-Apian-Oberschule. Mit der Ehrenurkunde der Stadt wurde Kulturbund-Chefin Carla Lichtenstein ausgezeichnet. Ehrennadeln in Gold des Kulturbundes Sachsen gingen dagegen an Hannelore Finke vom Frauchenchor und Elgine Tur de la Crux von der Wandergruppe.

Konnte es kaum fassen und war schließlich überglücklich: Die Kulturbund-Chefin Carla Lichtenstein wurde mit der Ehrenurkunde der Stadt Leisnig ausgezeichnet. Bürgermeister Tobias Goth würdigte das überdurchschnittliche Engagement der Leisnigerin.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. “Einer der wichtigsten Vereine der Stadt feiert seinen 70. Geburtstag. Zahlreiche Aktivitäten bereichern das kulturelle Angebot der Stadt: 160 Veranstaltungen waren es intern und circa 30 der öffentlichen Art. Im vergangenen Jahr wurde elf Mal das Stadtgut-Stündchen angeboten, dazu kamen Puppenspiele, verschiedene Konzerte und Ausstellungen“, würdigt Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) das Engagement des Kulturbundes. Später zeichnete das Stadtoberhaupt Carla Lichtenstein, die seit 1990 den Vorsitz inne hat, mit der Ehrenurkunde der Stadt für ihr überdurchschnittliches bürgerliches Engagement und die Jahrzehnte lange Leitung der Ortsgruppe aus: „Ihrer Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass alle Gruppen aktiv arbeiten. Carla Lichtenstein sorgte für die Neueinrichtung der Bibliothek und die Gestaltung des Stadtgutes. Nicht zu vergessen, ist sie federführend bei der Eröffnung des Blütenfestes.“

Lichtenstein selbst zeigte sich glücklich über die gelungene Abendveranstaltung in der Aula der Peter-Apian-Oberschule: „Die Mehrzahl unserer Mitglieder war anwesend – während der Feierstunde war fast kein Stuhl mehr leer. Zudem hat die Stimmung gepasst, es war ein würdiger Rahmen.“ In ihrem Rückblick erwähnte die Kulturbund-Chefin die Gründung der Leisniger Ortsgruppe genau vier Wochen nach dem offiziellen Zusammenfinden des „Deutschen Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ am 25. November 1946 in Berlin: „Die Ortsgruppe Leisnig wurde im Rahmen des zweiten Sinfonie-Konzertes des Stadtorchesters im Saal der Johannistal-Gaststätte Leisnig gegründet. Damals setzte sich der Vorstand aus Vertretern der kulturellen Hauptgebiete zusammen.“

Zu einer der ersten wichtigen Aufgabe des Kulturbundes gehörten vor 70 Jahren Gespräche mit Heimkehrern, erinnert sich Lichtenstein. Musikfreunde, Literaturinteressierte kamen zu Vortragsabenden im Rathaus oder zu „regelmäßig überfüllten Theatervorstellungen“ im Johannistal-Saal zusammen. Naturfreunde des Kulturbundes zog es dagegen eher zu Wanderungen in Richtung Burg Mildenstein oder auf Naturlehrpfade im Eichwald.

„Über die Jahre haben sich die Gründe, welche die Mitglieder zusammenführen, geändert. Aber immer gibt es Interessierte, die sich für die Vereinsarbeit zur Verfügung stellen und den Kulturbund in Leisnig lebendig hielten und halten“, betont die Vorsitzende. Der Kulturbund arbeite dabei Parteien unabhängig und in gemeinnütziger Weise unter Berücksichtigung von „Achtsamkeit im Leben und Miteinander sowie der Liebe zu einer Sache“. Bewährtes - wie Frauenchor, Frauentreff, Literaturkreis, Seniorentanzkreis, Wandergruppe – wurden fortgeführt. Neues, wie Line Dance, kamen dazu. Besonders habe sich der der LKB der „Erbe-Pflege“ verschrieben. Die Erinnerung an Franciscus Nagler, der als Kantor, Lehrer und schreibend aktiv war, wird lebendig gehalten. In ihren Begrüßungsworten bedankte sich Carla Lichtenstein auch bei den zahlreichen Unterstützern hinsichtlich Gestaltung von Plakaten und Faltblättern, sowie dem Technischen Museum und dem guten Kontakt zur Leisniger Kirchgemeinde. Und gleichzeitig äußerte sie einen speziellen Wunsch: „Es wäre zu überlegen, ob wir das Singen von Chören am Adamdenkmal wieder aufleben lassen könnten. Oft müssen wir unsere Träume verteidigen, doch notwendig ist, sie nicht gleich aufzugeben“

Aber nicht nur Carla Lichtenstein wurden anlässlich des 70. Jubiläums ausgezeichnet: Klaus Gumnior vom Kulturbund Landesverband Sachsen aus Dresden hatte Plaketten für besondere Verdienste für Hannelore Finke (Frauenchor) und Elgine Tur de la Crux (Wandergruppe) dabei. Beide wurden mit der Ehrennadel des Kulturbundes in Gold geehrt.

Von Natasha G. Allner

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