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Döbeln Leisniger Stadtrat besucht Oberschüler
Region Döbeln Leisniger Stadtrat besucht Oberschüler
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12:04 15.09.2018
Die Stadträte Gunnar Jäger, Rüdiger Schulze, Roy Zaspel (alle CDU), Dieter Kunadt (Die Linke) sowie Ex-Bürgermeister Heiner Stephan (CDU) vor den versammelten Schülern. Quelle: Bartsch
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Leisnig

Ganze 88 Stufen ging es für vier Leisniger Stadträte am Freitag nach oben, um unter dem Dach der Peter-Apian-Schule mit den Zehntklässlern ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen des Planspiels „Jugendstadtrat“ hatten die Schüler verschiedene Anträge erarbeitet, die sie nun mit den „Profis“ aus dem Rathaus besprechen wollten. Am Dienstag sollen die Projektideen während einer simulierten Stadtratssitzung Bürgermeister Tobias Goth (CDU) präsentiert werden.

Die Stadträte werden von einem Mitarbeiter der Friedrich Ebert-Stiftung, die das „Jugendstadtrat“-Projekt betreut, eingewiesen. Quelle: Sven Bartsch

Nach einer kurzen Verschnaufpause stellten sich Rüdiger Schulze, Roy Zaspel, Gunnar Jäger (alle CDU) sowie Dieter Kunadt (Die Linke) den etwa 50 Oberschülern vor. Dabei war außerdem Leisnigs Ex-Bürgermeister Heiner Stephan (CDU), der noch immer in der Lokalpolitik aktiv ist. Die Herren verteilten sich auf sechs Schülergruppen, um die Vorschläge in kleiner Runde zu diskutieren.

Zu beratschlagen gab es einiges: Wie soll das Wunschprojekt konkret aussehen? Warum ist es notwendig? Und vor allem: Wie viel soll es kosten? Allesamt Faktoren, die im realen Politikbetrieb relevant sind, und anhand derer die jungen Initiatoren ein Gefühl für (die Mühlen) der Kommunalpolitik bekommen sollten.

Leisnigs Ex-Bürgermeister Heiner Stephan (CDU) bespricht mit seiner Gruppe die Idee eines Jugendclubs. Quelle: Sven Bartsch

Dabei ging es locker zu – Berührungsängste gab es keine. „Wir bleiben per Du“, stellte Heiner Stephan gleich zu Anfang mit Blick auf die Namensschilder klar. In seiner Runde ging es um die Einrichtung eines Jugendclubs, ein brandaktuelles Thema in Leisnig (siehe Bericht auf dieser Seite). „Da muss es nicht unbedingt Disco geben – einfach einen Ort, wo man abends mal hingehen kann“, fasste Mandy das Anliegen zusammen.

Dieter Kunadts Gruppe wünschte sich ein stationäres Gerüst für Hochsprungmatten, damit diese von den Schüler nicht jedes Mal vom Gerätehaus zum Sportplatz gehievt werden müssen. Kunadt konnte von der erfolgreichen Finanzierung des Stadtbads berichten, wo Spenden eingeworben worden waren. „Coole Idee! Wir könnten zum Beispiel einen Kuchenbasar organisieren,“ hieß es dazu.

Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas sieht sich mit einer Stiftungsmitarbeiterin die Ergebnisse der Diskussionen an. Quelle: Sven Bartsch

Weitere Themen waren die Renovierung der Saxonia-Halle, der Breitbandausbau sowie die Winter-Pflege des oft spiegelglatten Poetenwegs. Und schließlich ging es auch um die 88 Stufen des Schultreppenhauses. Zwölf Minuten verpassten sie von einer Schulstunde durchschnittlich, wenn es mal für einen Toilettengang nach unten gehen müsse, berichteten die Schüler. Deshalb wünschen sie sich neben der Sanierung der alten Toiletten auch neue fürs Obergeschoss. Dass der Weg beschwerlich ist, davon konnten sich die Stadträte bei ihrem Abstieg nach zwei Stunden abermals selbst überzeugen. Kommentar

Von Maximilian König

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