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Leisniger Stadtverwaltung will Belvedere-Terrassen verpachten

Toller Ausblick Leisniger Stadtverwaltung will Belvedere-Terrassen verpachten

Die Stadt Leisnig hat in Kürze eine Terrasse mit Ausblick zu vermieten: Sobald die letzten Arbeiten an der Belvedere-Stützwand erledigt sind, will die Stadt in die Vermarktung gehen. Der Ausblick über das Muldental hinweg soll Interessenten anziehen.

Stützmauer von der Bergstraße aus, noch in teils unsaniertem Zustand. In mehreren Bauabschnitten wurde saniert. Nach den letzten Arbeiten sollen die Terrassen mit dem Ausblick übers Muldental einem Nutzer übergeben werden.

Quelle: Steffi Robak

Leisnig. „Es wäre schade, wenn das Objekt ungenutzt bliebe“, sagt Leisnigs Bau- und Ordnungsamtsleiter Thomas Schröder während der jüngsten Zusammenkunft der Ratsmitglieder aus dem Technischen Ausschuss. Von der oberen Freifläche aus biete sich ein genialer Blick über das Muldental hinweg. Jetzt wird ein Nutzer beziehungsweise Pächter gesucht, der damit etwas anfangen kann.

Stadt muss Projekt dieses Jahr abschließen

Momentan laufen noch die Pflasterarbeiten auf der oberen Terrasse. Zum Schluss muss auch noch das neue Geländer auf diesem Abschnitt montiert werden. In diesem Jahr muss die Stadtverwaltung das Projekt dringend abschließen, denn sie hat für die seit mehreren Jahren laufende, extrem umfangreiche Sanierung Fördermittel aus dem Denkmalschutz in Anspruch genommen. Dies ist unter anderem mit der Auflage verbunden, dass ein Sanierungsprojekt dann auch zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen werden muss.

Dabei beschäftigt die Stützmauer unterhalb der Stelle, wo früher einst das Hotel Belvedere stand, die Stadt bereits seit rund fünf Jahren. In mehreren Abschnitten wurde saniert, und zwar terrassenweise von unten, von der Bergstraße aus. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Stützwand statisch nicht mehr sicher war, musste die Stadtverwaltung handeln. Ein großer Teil der Mauer, im mittleren Segment, war herausgebrochen. Das hinterließ über Monate hinweg ein klaffendes Loch.

Möglicherweise war nach dem mehrere Jahre zurückliegenden Abriss des früher darüber stehenden Gebäudes Wasser und Frost ist den Baukörper der danach freiliegenden Mauer eingedrungen und hatte dort in aller Stille an der Destabilisierung des Mauerwerks gearbeitet. Nach dem großen Abbruch musste gehandelt werden.

Bastei passé, Belvedere im Blick

Für die ersten Sanierungsabschnitte entlang der Bergstraße kam dem Projekt teils zugute, dass 2013 auch der Knotenpunkt an der unteren Bergstraße ausgebaut wurde, die Straße ohnehin gesperrt war. Für die letzten Arbeiten an den oberen Terrassen war das dann nicht mehr nötig. Sind die aktuellen Pflasterarbeiten beendet und die Geländer angebracht, soll das Bauwerk wieder einer Nutzung zugeführt werden. Wie es Schröder formulierte, soll es eine kommerzielle sein. Ob sich diese Nutzung auf die dort noch befindlichen Räumlichkeiten erstreckt, ist bisher offen.

Schöne Terrassen mit Ausblick, die gastronomisch genutzt werden beziehungsweise wurden, gibt es beispielsweise an der Taverne sowie am Hotel Bastei. Letzteres wird allerdings nach dem Verkauf an den Döbelner Unternehmer Sven Weißflog nicht mehr als Hotel beziehungsweise Restaurant genutzt. Er möchte perspektivisch Wohnungen für ältere Menschen dort hinein bauen. Das Parterre beziehungsweise frühere Kellergeschoss des alten Hotelkomplexes vom Belverede ist von den Stützwandterrassen aus begehbar, die Räume bislang unsaniert. Vor dem Mauerabbruch hatte der Verein Be-Greifen die Terrassen in Pflege und Blumenrabatten angelegt.

Von Steffi Robak

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