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Leisnigerin covert koreanische Popmusik auf Youtube

Aus dem Kinderzimmer in die Welt Leisnigerin covert koreanische Popmusik auf Youtube

Die 16-jährige Anne Sophie Geißler singt leidenschaftlich gern. Auf ihrem Youtube-Kanal hat sie über 40 Musikvideos hochgeladen. Die koreanische Kultur inspiriert die Leisnigerin. Aktuell arbeitet sie an einem Großprojekt, will mit 50 Menschen aus der ganzen Welt in einem Video gemeinsam singen.

Die 16-jährige Anne Sophie Geißler singt leidenschaftlich gern. Im Internet tut sie das auf ihrem eigenen Youtube-Kanal „Raspberry Chan“.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig/Hartha. 16 Jahre alt, schüchtern, zurückhaltend. Anne Sophie Geißler fällt in der großen Masse kaum auf. Die Leisnigerin ist, was man auf den ersten Blick als „graue Maus“ bezeichnen würde. Doch der Schein trügt. Denn in einer Sache blüht sie auf, ihre Augen fangen an zu strahlen und die Stimme wird fester: Anne Sophie Geißler singt – und das vor dem Bildschirm. Die Leisnigerin präsentiert ihre Musik im Internet der ganzen Welt. Mit ihrem eigenen Youtube-Kanal erreicht sie Leute aus der ganzen Welt.

Sie selbst bezeichnet sich als Sängerin, Texterin, Animatorin und Mixerin. Dahinter steckt im großen und ganzen ihr Internetauftritt. Spezialisiert hat sich die 16-Jährige auf sogenannten K-Pop – koreanischsprachige Popmusik. Die koreanische Welt hat es der Leisnigerin angetan. Sie liebt es in die bunte, manchmal trashige Welt abzutauchen. Statt in ihrem Kinderzimmer in Leisnig steht sie dann auf der Bühne, irgendwo in Korea. Woher die Begeisterung dafür kommt, kann Anne Sophie Geißler nicht wirklich erklären. Mittlerweile hat sie sich darin verloren. „Die koreanischen Schriftzeichen habe ich an einem Tag gelernt“, sagt sie. Derzeit besucht die 16-Jährige die elfte Klasse am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium. Dort leitete sie in den vergangenen Jahren die Japan-AG. „Dort haben wir Mangas gezeichnet. Ich hatte immer mal ein paar dabei.“ Weil die Schule jetzt mehr Aufmerksamkeit fordert, hat sie die Japan-AG beendet.

150 Menschen verfolgen ihren Kanal regelmäßig

Stattdessen singt sie, holt ab und an die Gitarre raus. „Ich habe früher im Schulchor gesungen“, erklärt die Leisnigerin. Musik hat sie schon immer fasziniert. In einem Pokemon-Forum nahm sie an einem Gesangswettbewerb teil, nahm ein Lied auf und stellte es bei Youtube online. „Dann habe ich einfach weiter gemacht“, schmunzelt sie. Mittlerweile haben 150 Menschen, verteilt über die ganze Welt, ihren Kanal abonniert. 46 Videos sind auf ihrem Kanal zu finden. Ein Großteil davon sind Musikvideos von koreanischen Pop-Musik-Bands. „Ich übersetze die Songtexte vom koreanischen ins englische und singe das Lied.“ Ihre Stimme mischt sie in den Song hinein, im Hintergrund läuft das originale Musikvideo. „Meistens lasse ich noch die Songtexte mit einfließen“, erklärt Anne Sophie Geißler. Ihr Gesicht sieht man dabei nie, die Leisnigerin bleibt vollkommen anonym. „Das war eine Bedingung meiner Mutter. Und ich schütze so meine Privatsphäre.“

An ihr erstes Mal vor dem Mikrofon erinnert sich die 16-Jährige noch genau: „Ich war verdammt verklemmt.“ Mittlerweile ist sie routinierter geworden. Trotzdem klappt eine Aufnahme meistens nicht beim ersten Versuch. „Kann schon sein, dass ich einen Song zehnmal singe, bis alles klappt.“ Das Schneiden der Videos, das Mixen der Lieder – das alles macht die Leisnigerin selbst. „Ich habe mir das nach und nach beigebracht.“

Kostümierte Manga-Wesen

Durch die Musik und die Begeisterung für die koreanische Kultur hat Anne Sophie Geißler Kontakte geknüpft. „Ich habe Leute aus ganz Deutschland kennen gelernt. Daraus sind gute Freundschaften entstanden.“ Um den Kreis größer zu ziehen, ruft die Leisnigerin regelmäßig Chor-Projekte ins Leben. „Ich starte einen Aufruf und suche Leute, die mit mir gemeinsam einen Song singen wollen.“ Zuletzt hat sie das mit sieben weiteren Mädchen gemacht. Jede nimmt dabei ihren Teil des Liedes auf, Anne Sophie Geißler mischt alles zusammen – fertig ist der Internet-Chor. „Gerade versuche ich einen Chor mit 50 Leuten auf die Beine zu stellen.“ Im realen Leben treffen sich die Mädels selten. Wenn, dann meistens auf der Leipziger Buchmesse. Dort schlüpfen sie dann auch mal in andere Rollen – kostümiert als bunte Manga-Figuren beispielsweise.

Der Youtube-Kanal „Raspberry Chan“ von Anne Sophie Geißler ist unter folgendem Link zu finden: www.youtube.com/user/OoRaspxBerryoO

Von Stephanie Helm

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