Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Leisnigs Apparatebauer wollen ausbilden
Region Döbeln Leisnigs Apparatebauer wollen ausbilden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 10.08.2017
Minister Thomas Schmidt (CDU, Mitte) und die AEL-Geschäftsführer Michael Richter (links) sowie Sebastian Münch. Quelle: Gerhard Dörner
Anzeige
Leisnig

Das Unternehmen liefert neben Teilen für Kraftwerksanlagen- und den Turbinenbau unter anderem Wärmetauscher- und Systemtechnik, sowie an Unternehmen der Energie- und Umweltbranche – Dort liegt also der Berührungspunkt des mittelständischen Unternehmens mit Minister Thomas Schmidt, dem CDU-Mann aus der Landesregierung.

Was Sebastian Münch und der zweite Mann an der Unternehmensspitze, Mario Richter, dem Minister mit auf den Weg geben wollten, hat mehr oder weniger am Rande mit Umwelt oder Technik zu tun. Viel mehr ging es um den Wunsch, die Politik möge für ausbildungswillige Unternehmen auch die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Besser Mittelschule statt Gymnasium

Zum Beispiel sieht Richter die Mittelschule und nicht etwas das Gymnasium als Pool für potenzielle Auszubildende: „Junge Leute sollten die Möglichkeit haben, wohnortnah Berufe zu lernen, in denen sich nach zehnter Klasse und entsprechender Berufsausbildung später Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, zum Beispiel eine Meisterausbildung“, sagt Richter.

Die Mittelschule müsse das Gerüst sein, sonst gehe eine Quelle für gute Facharbeiter verloren. Münch bekräftigt, dass durchaus lokalpolitische Rahmenbedingungen die Chancen von Unternehmen bestimmen, für eine verlässliche Unternehmenszukunft und -nachfolge zu sorgen.

Nachfolge als Kombination: Extern und intern

Nicht in jedem Fall folgt wie bei AEL jemand aus der Familie in die Geschäftsführung nach. Sebastian Münch hatte seine heutige Position angetreten, nachdem sein Vater Erhard in den Ruhestand gegangen war. Angebahnt wurde das nach den Worten des Juniors jedoch bereits in den vorangegangenen zehn bis 15 Jahren.

Was die Pflege des Mitarbeiterstammes anbelangt, sei ohne die Mittelschule in eine Stadt wie Leisnig die Chance gering, einen Zehntklässler für ein Ausbildung hier zu halten.

Thema Berufsschule verlässlich klären

Münch schildert in dem Zusammenhang ein Problem, das ihm seit Jahren Kopfzerbrechen und Aufwand bereitet. Den will er nicht jedes Jahr aufs Neue auf dem Tisch haben: „Für Auszubildende, die aus Leisnig kommen, ist die Verkehrsanbindung an Leipzig günstiger als Chemnitz. Folglich ist ihnen der Besuch der Leipziger Berufsschule lieber.“ Münch muss jedoch für jeden Ausbildungsstarter jedes Jahr neu beantragen, dass der Lehrling zur Leipziger Berufsschule darf. „Ich möchte, dass das endlich verlässlich geklärt wird, statt mich jedes Jahr neu damit zu beschäftigen.“

Auch habe sich gezeigt, dass der Erfolg des Antrags von Jahr zu Jahr variiere, die Zusage manchmal zögerlich beziehungsweise erst kurz vor Lehrjahresbeginn eintrifft - insgesamt eher ungünstige Bedingungen, sowohl für den potenziellen Auszubildenden als auch für den Lehrbetrieb.

Von Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einer Registrierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei wollen Roßweiner ihrer an Blutkrebs erkrankten Freundin helfen. Vor fünf Wochen erhielt die 28-jährige Sindy Krahl die Diagnose Leukämie. Am 26. August soll ihr genetischer Zwilling gefunden werden.

10.08.2017
Döbeln Dämmplatten unterm Dach repariert – Netz ist weg - Döbelner Schwimmhalle wieder fit für die kühlere Zeit

Das Fischernetz über dem 25 Meter-Becken in Döbelns Schwimmhalle ist weg. Das Stadtbad hat die Schließzeit der Schwimmhalle während der Freibadsaison genutzt. Es wurde nicht nur das Wasser abgelassen und die Becken von Grund auf gereinigt, sondern auch die Dämmplatten an der Decke wurden kontrolliert und gerichtet.

13.08.2017
Döbeln Döbelner Jugendteam startet beim ersten Rennen - Auf die Räder fertig los

Am Döbelner Burgstadel wird geschweißt, gehämmert und montiert. In der Autocross- und Stockcarschmiede der Pisten-Raudis werkeln Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 21 Jahren an einem uralten Ford Fiesta. Unterstützt von der Aktion Mensch geht das Jugendteam am Sonnabend erstmals bei einem Stockcar-Rennen an den Start.

13.08.2017
Anzeige