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Leisnigs jüngste Roboter-Programmierer

Schon mit zehn Jahren versiert Leisnigs jüngste Roboter-Programmierer

Der zehnjährige Leon Nicolai ist ein versierter Roboterbauer und Programmierer. An der Leisniger Peter-Apian-Oberschule besucht er die Leistungsgruppe und Orientierungsstufe für Hochbegabte. Sein nächstes Ziel: Die Weltroboterolympiade im Juni 2018. Roboter mit Problemlösungen zu beauftragen, lernen die Leisniger Schüler im Projekt Roberta.

Leisnigs Apian-Oberschüler lernen im Projekt Roberta, Roboter zu programmieren und sind erfolgreich.

Quelle: Steffi Robak

Leisnig. Das graue Tierchen mit den großen roten Augen surrt eilig über den Tisch. Sobald sich etwas seinem Gesicht nähert, bellt es. Die zehnjährige Smilla hat dieses elektronische Hündchen programmiert. Das zeigt auf seinem Display ein Lachgesicht und ein Herz, wenn jemand es streicheln möchte. Dann wendet es auf der Stelle und läuft jemand anderem zu.

Das Hündchen - ein Roboterwesen

Drei Mädchen an der großen Tischplatte probieren das immer wieder und lachen, als das kleine Roboter-Tier auf schwarzen Rädern von einer zur anderen läuft, bellt und das nächste Kind ansteuert. Das Hündchen ist ein Roboter-Wesen und entstand im Projekt Roberta an der Leisniger Peter-Apian-Oberschule. Unter Anleitung von Lehrer Michael Willig lernen Schüler verschiedener Altersstufen das Programmieren. Schon Fünftklässler wie Smilla Gallschütz aus Westewitz und Leon Nicolai aus Großweitzschen befassen sich damit.

Alles andere als ein Computernerd

„Spannend, wenn vorgegeben ist, was der Roboter können muss.“ Wenn Leon vom Projekt Roberta erzählt, ist er in seinem Element. Er möchte, dass sein Gegenüber versteht, was der Computerbildschirm zeigt und wie das Programm auf das „Gehirn“ des Roboters übertragen wird. Dabei macht der Blondschopf aus Großweitzschen überhaupt nicht den Eindruck vom in sich gekehrten Computernerd.

Mutter teilt das Roboter-Faible

Als seine Lieblingsbeschäftigungen nennt er Rausgehen und sich mit Freunden treffen. Seine Mutter interessiere sich am meisten für sein Roboter-Faible. „Das stimmt, ich frage gerne nach, was er Neues macht. Die anderen Familienmitglieder sind eher handwerklich versiert“, lacht Susanne Nicolai. An ihrem Sohn schätzt sie die Energie, mit welcher er sich seinem Programmierhobby widmet. Er komme da nach ihr: Alles gründlich durchdenken, dann loslegen.

Erster Roboter in der vierten Klasse

Leon war noch in der vierten Klasse, als er in den Sommerferien in einem Kindermagazin vom Roboterbauen und Programmieren las. „Dann wollte ich das auch haben. Das Programm zieht man sich als App aus dem Netz. In der Schule, bei Roberta, bin ich lieber. Mit den Programmen dort kann man mehr machen.“

Bei ersten Wettbewerben erfolgreich

Die Kinder der Apian-Schule programmieren ihre Roboter nicht nur. Sie bauen diese zuvor aus Steckbausteinen selbst zusammen. Da wird nichts dem Zufall überlassen, denn am Anfang vom allem steht eine zu lösende Aufgabe. Diese Aufgaben lässt sich Michael Willig von externer Stelle zusenden. Bei einem der jüngsten Wettbewerbe musste der Roboter einen bestimmten Weg auf der Tischplatte zurücklegen, etwas aufheben und am Ende der Strecke einen Wasserhahn aufdrehen. „Da mussten wir ganz schön überlegen, wie wir das machen. Und wir haben es geschafft“, sagt Leon nicht ohne Stolz.

Ganz wichtig: Gefühle zeigen

Für Smilla, ebenfalls in der fünften Klasse, war es offenbar wichtig, dass ihr Robotertier mehr kann als nur Bewegungen ausführen, sondern auch Befindlichkeiten und Gefühle ausdrücken kann. Nicht von ungefähr gibt es außer dem Bellen auch das Lachgesicht und das Herz auf dem Display, wenn jemand dem Roboter-Hund nahe kommt. Das Programmieren erledigte sie auch nicht im stillen Kämmerlein: „Ich saß dabei mit zwei Freundinnen zusammen“, erzählt sie. Und auch sonst verbring sie ihre Zeit gerne mit anderen Menschen, spielt Flöte und geht zum Reiten.

Mädchen wie Jungen gleichermaßen

Smilla meint, dass die Jungen die besseren Roboterbauer sind, Mädchen hingegen die geschickteren Programmier. Lehrer Michael Willig findet: „Das kann schon sein. Generell muss man jedoch sagen, dass weder angeblich typische Jungs- oder Mädcheneigenschaften für das Projekt Roberta wichtig oder nötig sind. Wer Freude und Ausdauer hat, kann dabei sein.“

Großes Ziel: Weltroboterolympiade

In der achten und neunten Klasse wird Roberta an der Leisniger Apian-Obeschule als Neigungskurs angeboten. Auch in der Leistungsgruppe und Orientierungsstufe für Hochbegabte bekommen die Schüler knifflige Programmieraufgaben gestellt. Bei Wettbewerben belegen die Leisniger bereits vordere Plätze. Die Weltroboterolympiade im Sommer 2018 ist die nächste große Herausforderung. Leon will dann unbedingt mit dabei sein.

Von Steffi Robak

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